Kreis Calw. Bei der Nominierungsveranstaltung zur Landtagswahl 2026 der SPD im Kreis Calw wurde Daniela Steinrode aus Nagold-Vollmaringen im Kubus in Nagold zur Landtagskandidatin für den Kreis Calw gewählt. Ihr Ersatzbewerber ist Jochen Maier aus Calw. Beide erhielten großen Zuspruch von den zahlreich anwesenden Mitgliedern. Die Veranstaltung wurde vom Co-Kreisvorsitzenden, David Mogler geleitet
Vor Ort war auch SPD-Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, die betonte, wie wichtig es sei, nah bei den Menschen zu sein. Steinrode und Maier brächten diese Eigenschaft durch vielfältiges Engagement in bester Weise mit. Es sei wichtig, so Esken, eine starke Vertretung der SPD aus dem Kreis im Landtag zu haben und für die landespolitischen Belange und Interessen der Menschen im Kreis Calw einzutreten.
In ihrer Antrittsrede ging Daniela Steinrode zunächst auf ihren persönlichen Werdegang ein. Die 49-Jährige ist Gymnasiallehrerin am Eugen-Bolz-Gymnasium Rottenburg. 2008 ist sie in die SPD eingetreten. „Ich wollte anpacken, verändern, gestalten – deshalb bin ich in die SPD eingetreten“, so die Landtagskandidatin.
Seit 2010 ist sie im Vorstand des Ortsvereins Nagold und seit 2019 ist sie Kreisvorsitzende der SPD im Kreis Calw. 2024 wurde Steinrode in den Nagolder Gemeinderat gewählt. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Vorstand des Sportvereins Vollmaringen und bei den Naturfreunden Nagold.
„Ich will nicht länger hinnehmen, dass der Kreis Calw auf der politischen Landtags-Landkarte Baden-Württembergs sozialdemokratisch ein weißer Fleck ist. Der Kreis Calw hat seit fast 15 Jahren keinen Landtagsabgeordneten der SPD mehr. Das will ich ändern“, zeigt sie sich kämpferisch.
Was es bedeute, keine starke Stimme zu haben, zeige sich in den Entwicklungen der letzten Jahre. Bestes Beispiel dafür sei die drohende Schließung der Notfallpraxen in Nagold und Herrenberg und die bereits erfolgte Schließung der Notfallpraxis in Neuenbürg zum 31. März.
Schülerberförderung
Auch auf die Schülerbeförderungskosten im Kreis Calw ging sie in ihrer Rede ein: „Ich bin froh, dass unsere SPD Kreistagsfraktion geschlossen gegen die Streichorgie bei der Schülerbeförderung gestimmt hat. Diese Streichungen belasten Familien im Kreis Calw unverhältnismäßig.“
Zum Thema Nationalpark hat Steinrode eine klare Meinung: Welche positiven Effekte der Nationalpark insbesondere auf den Tourismus in den beteiligten Gemeinden habe, zeige ein Blick in den Nachbarkreis Freudenstadt. Der Ruhestein sei inzwischen ein Tourismusmagnet. Der Kreis Calw habe hingegen eine Chance verpasst, Teil dieser touristischen Region zu werden. Das Ziel, den Kaltenbronn in den Nationalpark einzubeziehen, dürfe nicht aufgegeben werden, so Steinrode.

