Der Diepoldsturm bröckelt, die Sanierung wird teuer – und Mönsheim könnte ausgerechnet jetzt einen Maurer gut gebrauchen. Während Bürgermeister Maurer im Dezember vor Gericht steht, sollte ein anderer möglichst bald aufs Gerüst.
Eine Kolumne von PZ-Redakteur Patric Kastner
Ausgerechnet jetzt könnte Mönsheim einen Maurer gut gebrauchen. Nein, damit ist explizit nicht der vom Dienst freigestellte Bürgermeister Michael Maurer gemeint, der sich im Dezember einem Gerichtsverfahren wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit stellen muss. Der Schauplatz liegt aber gleich neben dem Mönsheimer Rathaus – am Diepoldsturm. Denn da müssen die Handwerker ran. Am 22 Meter hohen Denkmal nagt der Zahn der Zeit – und das bereitet der Gemeinde zusehends Bauchschmerzen, wie Bürgermeister-Stellvertreterin Margit Stähle bestätigt. Das stolze Wahrzeichen der Heckengäu-Gemeinde bröckelt an der Mauerkrone. Dass der mittelalterliche Turm repariert werden muss, ist zwar nicht neu, aber erst dieses Jahr hat die Gemeinde laut Stähle Kenntnis davon bekommen, dass das Denkmalamt bereits 2022 eine Sanierung empfohlen hat. Die Zeit drängt also.


Steine lösen sich vom Diepoldsturm in Mönsheim: Sanierung könnte bis zu 520.000 Euro kosten
Aber mit ein bisschen Mörtel ist es nicht getan und teuer wird es obendrein. „Sack Zement!“, möchte man da rufen. Der Gemeinde stehen verschiedene Optionen zur Auswahl: quasi eine S-, M- und XL-Variante. Die Kosten dafür reichen von 162.000 Euro für eine kurzfristige Lösung bis hin zu 520.000 Euro für eine vollständige Sanierung. Am Diepoldsturm ist klar, was bröckelt und was eine Reparatur kosten soll. Über die Vorwürfe gegen Bürgermeister Maurer muss erst die Justiz entscheiden. Sicher ist nur: Der eine Maurer steht im Dezember vor Gericht. Ein anderer sollte möglichst bald auf dem Gerüst stehen.



