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Nichts geht beim Driften  ohne Doppelgurt, Schutzhelm und die richtige Sitzposition. Das wurde den Teilnehmern eines Kurses in Heimsheim deutlich gemacht.
Nichts geht beim Driften ohne Doppelgurt, Schutzhelm und die richtige Sitzposition. Das wurde den Teilnehmern eines Kurses in Heimsheim deutlich gemacht. © Block
10.12.2008

Drifting: Die volle Kontrolle beim Kurvenrasen behalten

Eigentlich gehört ein Driftkurs in jeden Fahrschulunterricht“, sind Andrea und Harald Pohl überzeugt. Sie sind die Organisatoren des Niklausdriftens, zu dem das DriftandRace-Team Fans aus nah und fern auf das Gelände der ehemaligen Autobahnmeisterei in Heimsheim gelockt hat. Gemeint ist allerdings nicht das früher in ländlichen Gebieten übliche gemütliche Vieh-Treiben („Drift“). „Die volle Kontrolle über das unter- oder übersteuerte Fahrzeug behalten“, beschreiben die beiden das Geschehen.

Regen erschwert das Training

Die Bedingungen für das Training waren geradezu ideal: Denn gerade bei strömenden Regen ist eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich, um das Auto in der Spur zu halten. Schließlich kommt es beim Driften nicht so sehr auf die Geschwindigkeit an, vielmehr soll sich alles um eine geschickte Fahrtechnik und optimale Fahrzeugbeherrschung drehen.

Davon ist das DriftandRace-Team überzeugt, das sich allerdings auch den Kritikern der „sinnlosen Raserei“ mit „qualmenden Reifen“ stellen muss. „Es gewinnt nicht der Schnellste, sondern jener Fahrer, der sein Fahrzeug innerhalb der vorgegebenen Parameter am besten bewegen kann“, erläutern Andrea und Harald Pohl das Driften auf dem Areal in Heimsheim, das mit extra getunten Fahrzeugen und unter besonderen Sicherheitsbestimmungen betrieben wird.

Doppelgurt, Schutzhelm, die richtige Sitzposition und das perfekte Halten des Lenkrades gehören ebenso zur Grundeinweisung wie das Beherrschen des Gegenlenkens mit Hilfe des Gaspedals und auch der Handbremse bei exaktem Reifendruck. So gut vorbereitet kann entweder der Anfänger- oder der Fortgeschrittenen-Parcours unter die Räder genommen werden, wobei sich die Neulinge auf einem großen Oval mit zwei 180-Grad-Kurven und dazwischenliegenden Geraden üben.

Für die Profis ist dieses Oval um eine Abfahrt über eine kurze Anstiegspassage erweitert, bei der an einer denkmalgeschützten Mauer vorbei in einen kleinen Hof gerast wird. Dort geht es im Solo oder bei spannenden Zweier-Drifts einmal 360 Grad um das Gelände und direkt wieder hinab an der Mauer vorbei ins Oval. „Die Genehmigungen für weitere Veranstaltungen im kommenden Jahr liegen vor“, blicken die Pohls mit Blick auf die Drift-Jünger voraus, die sich in der Kunst des instabilen Fahrzustandes, der eigentlichen Driftphase, üben wollen.

www.driftandrace.de