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© Symbolbild: Seibel
16.03.2016

Drogenrazzia: Festnahmen in Pforzheim und im Enzkreis

Pforzheim / Karlsruhe / Stuttgart. Nach monatelangen und überaus umfangreichen Ermittlungen der Polizei in der Rauschgiftszene liegen jetzt Haftbefehle gegen zehn Beschuldigte vor. Bei den Fahndungen wurden mehr als sechs Kilogramm verschiedener Drogen sowie über 6.000 Euro mutmaßliches Dealgeld sichergestellt. Ein mutmaßlicher Pforzheimer Drogenabnehmer und zwei tatverdächtigte Drogenkuriere aus dem Enzkreis wurden festgenommen.

Damit gelang der für Rauschgift und Organisierte Kriminalität zuständigen Inspektion der Kriminalpolizeidirektion Karlsruhe ein Coup gegen die illegale Drogenszene in den Bereichen Pforzheim, Karlsruhe, und Stuttgart.

Mit Unterstützung des SEK Baden-Württemberg, eines Mobilen Einsatzkommandos und der Kriminalpolizei Stuttgart gelang es bei zwei Zugriffseinsätzen am vergangenen Wochenende und am Montag, insgesamt zehn Tatverdächtige festzunehmen. Darüber hinaus führte die Durchsuchung von Fahrzeugen und Wohnungen auch in Pforzheim und im Enzkreis zur Beschlagnahme von rund 3,2 Kilogramm Amphetamin, 2,8 Kilogramm Marihuana, knapp 30 Gramm Kokain sowie geringen Mengen von Chrystal Meth und Haschisch. Zudem wurden über 6.000 Euro mutmaßliches Dealgeld sichergestellt. Bei einem der Festgenommenen wurden bei der Wohnungsdurchsuchung auch eine scharfe Schusswaffe sowie eine Schreckschusswaffe gefunden.

Gegen alle Beschuldigten ergingen Haftbefehle. Die acht Männer im Alter zwischen 24 und 55 Jahren sowie zwei 29 und 61 Jahre alte Frauen wurden inzwischen in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert und befinden sich jetzt in Untersuchungshaft, darunter auch der Pforzheimer Abnehmer und die zwei Drogenkuriere aus dem Enzkreis.

Auf die Spur der Verdächtigen waren die Ermittler der Kriminalpolizei im September 2015 gekommen.  Sie stießen damals auf die offenbar schon längere Zeit andauernden Machenschaften eines in Karlsruhe wohnenden 55 Jahre alten mutmaßlichen Drogenhändlers und seiner 61 Jahre alten möglichen Mittäterin. Den Recherchen zufolge war der Mann immer wieder Auftraggeber für Drogenbeschaffungsfahrten in die Niederlande, aber auch in den hessischen Raum. Wie sich herausstellte, wurden die dort erstandenen Betäubungsmittel meist im Großraum Karlsruhe zwischengelagert, teilweise gestreckt und anschließend insbesondere in den Bereichen Pforzheim, Karlsruhe und aber auch in Stuttgart verkauft.

Im Laufe der Nachforschungen gelang es durch die Identifizierung von Kurieren und weiteren Händlern, die Zahl der Verdächtigen zu erhöhen und die Strukturen der Bande aufzudecken. So stehen die Inhaftierten im dringenden Verdacht, in unterschiedlicher Beteiligung allein seit Jahresbeginn über zehn Kilogramm verschiedener Drogen auf die beschriebene Weise beschafft und mit hohen Gewinnen illegal vertrieben zu haben.

Während sich die Beschuldigten jetzt wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, unerlaubten Handeltreibens und anderen erheblichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen, dauern weitere umfassende Ermittlungen zur Stunde noch an.

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