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Herbert Schmidl.  Foto: AOK 

Er war ein Urgestein der AOK: Kieselbronner Herbert Schmidl ist verstorben

Enzkreis/Pforzheim. Im Alter von 97 Jahren ist Direktor a.D. Herbert Schmidl verstorben teilt die AOK in einer Pressemitteilung mit Er prägte das Bild der AOK für den Enzkreis und die Stadt Pforzheim fast drei Jahrzehnte lang.

Schmidl trat 1951 als Verwaltungsangestellter in die damalige Allgemeine Ortskrankenkasse ein. Nur zehn Jahre später wurde er zum Direktor und Chef der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Enzkreis und Pforzheim bestellt. Schmidl sei seiner Zeit immer einen Schritt voraus gewesen, so die AOK in einer Pressemitteilung.  Er erkannte, dass Hilfe zur Selbsthilfe ein probates Mittel ist, Menschen mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern zu einer Gemeinschaft zusammenzuführen und so Erleichterungen für Betroffene zu schaffen. Bahnbrechend waren seine Ideen der Krankheitsverhütung und Gesundheitsfürsorge, die in den Schulen begonnen und bei behinderten Personen endete. Unter seiner Leitung entstanden in dieser Zeit 25 Selbsthilfegruppen mit dem Ziel, eine hohe Lebensqualität trotz Erkrankung zu erhalten. Für diese Leistungen wurde Schmidl 1976 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Auch kommunalpolitisch war Schmidl stark engagiert. 1952 war er Mitbegründer des SPD-Ortsvereins Kieselbronn und 20 Jahre sein Vorstand. Er saß für die SPD 20 Jahre im Gemeinderat, war Bürgermeister-Stellvertreter sowie sechs Jahre Kreistagsabgeordneter. Für diesen persönlichen Einsatz wurde er mit der Steinbeis-, Faustus- und Heynlin-Medaille ausgezeichnet.