Enzkreis/Pforzheim. "War das ein Erdbeben?", mit dieser Frage wenden sich am Samstagabend viele Leser an PZ-news. Der Landeserdbebendienst bestätigt auf Anfrage: Ein Erdbeben mit Epizentrum in Lörrach gegen 18 Uhr, könnte durchaus auch in der Region noch zu spüren gewesen sein.
Das Erdbeben konnte in Frankreich lokalisiert werden, ungefähr zwei bis drei Kilometer entfernt von der deutschen Grenze. Nicht weit weg von der Region Südlicher Oberrhein zu der der Stadtkreis Freiburg, die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen sowie der Ortenaukreis gehören. Laut ersten Meldungen auf der Seite des Landeserdbebendiensts sollen die Erschütterungen in Lörrach eine Stärke von 4,6 auf der Richterskala gehabt haben. Das konnte der Sprecher bestätigen. Die Obergrenze der Skala liegt bei 9,5.


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Seismographisch sei ein Erdbeben mit so einer Stärke 120 Kilometer weit zu messen. Zu Pforzheim sind es ungefähr 160 Kilometer. Doch es sei durchaus möglich, dass Auswirkungen des Bebens auch dort noch zu spüren seien, so der Sprecher. Insgesamt seien 6000 Meldungen aus ganz Baden-Württemberg aufgrund der Erschütterung beim Landeserdbebendienst eingetroffen - auch aus Mannheim und Stuttgart.
Mehr Beben als im Schnitt
"Wir haben tatsächlich seit vergangenem Jahr einige gespürte Erdbeben mehr als im langjährigen Schnitt", sagt der Sprecher auf Nachfrage. Die Jahre davor sei es aber unterdurchschnittlich gewesen. Das heißt die Häufigkeit der Erdbeben sei noch lange nicht außergewöhnlich.
Bei der Stärke 4,6 spreche man von der Intensitätsstufe 5. Das bedeute, dass Gläser klirren, kleine Gegenstände rutschen und Bilder könnten sich verschieben. Mehr würde aber nicht passieren und es sei kein bedrohlicher Zustand, so der Sprecher.

