nach oben
Professor Dr. Stefan Sell (rechts) erklärt, wie ein künstliches Kniegelenk funktioniert: Seit Sell Ärztlicher Leiter des Gelenkzentrums Schwarzwald ist, sind am Gründungsstandort Neuenbürg über 1000 Prothesen für Knie oder Hüfte implantiert worden. Wegen der großen Nachfrage wurde das Zentrum nach Mühlacker erweitert. Auch dort wird ab sofort operiert. Foto: RKH
Professor Dr. Stefan Sell (rechts) erklärt, wie ein künstliches Kniegelenk funktioniert: Seit Sell Ärztlicher Leiter des Gelenkzentrums Schwarzwald ist, sind am Gründungsstandort Neuenbürg über 1000 Prothesen für Knie oder Hüfte implantiert worden. Wegen der großen Nachfrage wurde das Zentrum nach Mühlacker erweitert. Auch dort wird ab sofort operiert. Foto: RKH
19.04.2018

Erfolgreiches Gelenkzentrum in Neuenbürg – jetzt auch Filiale in Mühlacker

Neuenbürg/Mühlacker. Die Patienten stehen Schlange beim Gelenkzentrum Schwarzwald in Neuenbürg. Nun hat der OP-Betrieb auch in der Filiale in Mühlacker begonnen.

Schon bei der Gründung nach dem Wechsel von Professor Dr. Stefan Sell nach Neuenbürg kündigte sich dieser Erfolg an. Und die Entwicklung ging in Neuenbürg stetig nach oben. Nun vermeldete das Gelenkzentrum, das seit dem Start im September 2016 Arthrosepatienten über 1000 künstliche Knie- und Hüftgelenke implantiert worden sind. Wegen der anhaltend großen Nachfrage und der hohen Zahl an Operationen hatte die Muttergesellschaft Regionale Kliniken Holding (RKH) das Zentrum ins Krankenhaus Mühlacker erweitert. Dort gab es jetzt die erste Gelenkoperation des ausgelagerten Teams unter der Leitung von Dr. Tobias Dorn.

Nun sind im Gesundheitswesen Operationszahlen auch ein Qualitätskriterium. Als Beleg gelten dafür wissenschaftliche Erkenntnisse, nach denen Eingriffe in solchen Kliniken besser durchgeführt werden, die damit besonders viel Erfahrung hat. Im Grunde steckt dahinter die Überzeugung, dass auch in der Medizin die Übung den Meister macht. Einrichtungen müssen deshalb Mindestmengen bestimmter Operationen nachweisen, um solche Eingriffe mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen zu dürfen. Die jährliche Mindestmenge für das Einsetzen künstlicher Kniegelenke hat das Gelenkzentrum Schwarzwald in Neuenbürg 2018 bereits im ersten Monat des Jahres erreicht. Das lag an Phasen, in denen teils über 20 Prothesen wöchentlich eingesetzt wurden.

Laut Professor Sell, dem Ärztlichen Direktor des Gelenkzentrums Schwarzwald, motiviere der Erfolg, die Struktur und Leistungen der Klinik zum Wohle der Patienten weiter zu verbessern. Sell betont die hohe Spezialisierung des gesamten Teams und die Verwendung neuester Forschungsergebnisse der Universität Karlsruhe für bessere Behandlung und Ergebnisse. Die Kapazitäten waren freilich an einer Grenze angekommen. Dagegen erfolgte der Schritt nach Mühlacker – zunächst mit ersten Sprechstunden in der größeren der beiden RKH-Kliniken im Enzkreis.

Ein Patient hat nun in Mühlacker eine zementfreie Hüftprothese eingesetzt bekommen. Das markiert den Beginn der Gelenkoperationen auch am neuen Standort. Nach Angaben des Gelenkzentrums Schwarzwald verlief der Eingriff erfolgreich. Und die Zahl der Anmeldungen für Sprechstunden und Operationen in Mühlacker erinnern die RKH an die Anfänge in Neuenbürg.

Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.