Pforzheim/Enzkreis/Kreis Calw. Pforzheim weist seit mehreren Tagen am Stück eine äußerst niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf – sie liegt sowohl unter dem baden-württembergischen als auch dem bundesweiten Durchschnitt. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen: Pforzheim ist landesweit Schlusslicht beim Impfen.
An diesem Donnerstag gibt es laut Landesgesundheitsamt (LGA) drei Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Pforzheim. Das ergibt einen neuen Inzidenzwert von 3,2, ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag. Im Enzkreis gibt es zehn weitere Infektionen und einen Wert von 6,5. Der Kreis Calw liegt mit zwei Neuinfektionen bei 7,5. Zum Vergleich: In ganz Baden-Württemberg liegt der Wert laut LGA bei 8,2, in Deutschland bei 8,0.
Bereits seit Monaten machte die Goldstadt auch wegen niedriger Impfquoten Schlagzeilen. Eine Auflistung des LGA hat nun ergeben, dass Pforzheim erneut Schlusslicht im Land ist. Demnach sind lediglich 30,2 Prozent der Pforzheimer bislang doppelt geimpft, 43,8 Prozent sind einfach geimpft. Baden-Baden hingegen weist die besten Werte auf. Dort sind 49,5 Prozent der Einwohner vollständig geimpft, 65,6 Prozent sind einfach geimpft.
"Generell ist es das Ziel, die Impfquote in ganz Baden-Württemberg zu steigern", so ein Ministeriumssprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur. Genügend Impfstoff sei jedenfalls vorhanden.


Im Pforzheimer Kreisimpfzentrum: Impfen ohne Termin ab Freitag möglich
Immerhin: Ab Freitag können Impfwillige sich in der St.-Maur-Halle am Enzauenpark ohne Termin impfen lassen. Zusätzlich seien weitere Sonderaktionen in Vorbereitung, so die Stadt in einer Mitteilung. Das könne der Impfkampagne einen Schub geben.

