Kelterns Weg zum neuen Flächennutzungsplan 2030 ist steinig. Ein Beispiel ist das bestehende Interkommunale Gewerbegebiet (IKG) Dammfeld westlich an der Regelbaumstraße oberhalb von Dietlingen vor den Toren von Birkenfeld. In einem ersten Ausbauabschnitt war das IKG mit 17 Hektar angelegt worden, wobei ein Teil des Areals auf Kelterner Markung, der andere Teil auf Birkenfelder Markung liegt.
Von Anfang an hatte die Planung der Nachbargemeinde vorgesehen, östlich der Regelbaumstraße einen zweiten Bauabschnitt mit 13 Hektar zu errichten. In einer Stellungnahme des Regionalverbandes zu den Standortuntersuchungen der Weinbaugemeinde erging der Hinweis, man möge das Gespräch mit den Birkenfeldern suchen, um sich womöglich am zweiten Bauabschnitt beteiligen zu können. Das aber lehnte die Nachbargemeinde ab.
Nicht anders sah es nun aus, als Keltern zur Abrundung seines bestehenden Dammfeldareals eine eigene Erweiterung im Südwesten des eigenen Dammfeld-Areals ins Spiel brachte. Für eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung, so die Planer, wäre eine Arrondierung der ins Auge gefassten Fläche auf Birkenfelder Markung sinnvoll gewesen. Dazu erklärte Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger auf PZ-Anfrage: „Birkenfeld hat klar signalisiert, dass bezüglich des IKG Dammfeld ein Grundstücktausch aktuell nicht gewünscht ist.“
Immerhin: Keltern halte an der Untersuchung einer Dammfeld-Erweiterung im nordwestlichen Bereich auf Kelterner Markung fest, unterstrich Bauamtsleiter Michael Mühlen am gestrigen Dienstag. Zu klären seien dort allerdings Aspekte im Zusammenhang mit dem Landschaftsschutzgebiet „Kelterner Obst- und Rebengäu“, dem FFH-Gebiet „Pfinzgau Ost“ sowie einem regionalen Grünzug.

