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Seit dem Rückzug von Müller Reisen aus einigen Teilen des Linienverkehrs im Ennzkreis klappt es mit der Vergabe der frei gewordenen Linien nicht so richtig.  Foto: PZ-Archiv/Meyer 

Erneute Panne lässt die Vergabe der Buslinien im westlichen Enzkreis platzen

Enzkreis/Pforzheim/Kreis Calw. Es geht schief, was nur schief gehen kann im Zuge der Vergabe der ehemaligen Linien des Busunternehmens Müller Reisen im westlichen Enzkreis. Heute hätte der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Enzkreises in einer Onlinekonferenz festlegen sollen, wer die Linien ab Februar 2021 bis Dezember 2022 bedient. Doch das war nicht möglich.

Grund dafür, ist, dass im Zuge der Ausschreibung ein Fristfehler für die Angebotsabgabe unterlaufen ist. Mit dieser war die Kanzlei BBG und Partner aus Bremen betraut. Mit sofortiger Wirkung habe man sich von diesen nun getrennt. Es soll geprüft werden, inwieweit die Kanzlei für den entstandenen Schaden zur Verantwortung gezogen werden kann.

In Sachen Linienvergabe geht es nun zurück auf Los: In Rücksprache mit der Stadt Pforzheim hat der Enzkreis entschieden, erneut eine Notvergabe der Linien für einen kurzen Zeitraum bis in den März anzustreben. Noch ist also unklar, wer ab dem 1. Februar die Fahrgäste im westlichen Enzkreis befördern wird. Alle Unternehmen im VPE-Gebiet werden erneut aufgefordert ein Angebot abzugeben.

In einem weiteren Schritt soll der Verkehr bis Dezember 2022 erneut ausgeschrieben werden.

Heute hätten die Linien an die regionalen Busunternehmen Eberhardt und Engel vergeben werden sollen. Deren abgegebene Angebote waren bereits öffentlich geworden. Sollte bei der erneuten und europaweiten Ausschreibung ein anderer Bieter zum Zuge kommen, könnte den Aufgabenträgern - dem Enzkreis, der Stadt Pforzheim und dem Kreis Calw -  wieder eine juristische Auseinandersetzung drohen.