Raum für Kreatives: Irene Tennigkeit (Mitte) stieß mit Helga Lohmeyer (links) und Gabriele Münster – zwei der insgesamt acht vertretenen Künstler – auf die Eröffnung der ersten Ausstellung im neuen Atelier Zaat an. Foto: Molnar
Region
Eröffnungsausstellung im Atelier Zaat in Neuenbürg – Kreativ-Treff für Kinder
  • Anita Molnar

Neuenbürg. Einen besseren Start hätte sich Irene Tennigkeit kaum wünschen können. Zahlreiche Besucher – darunter Bürgermeister Horst Martin und Gemeinderäte aus Straubenhardt und Neuenbürg – kamen zur ersten Ausstellung in ihr neu eröffnetes Atelier Zaat, das die Künstlerin von Conweiler in das frühere Eisenhaag-Gebäude in Neuenbürg verlegt hat.

Acht freischaffende Künstler der Region präsentierten sich mit hochwertigen Acryl-, Öl- und Tuschmalereien, mit Tonskulpturen, Drucktechniken und Mosaik-Kunstwerken. Rund 40 Exponate gab es zu sehen, etwa farbenfrohe Malereien von Michael Roth aus Pfaffenrot mit Titeln wie „Leute im Regen“ oder „Kind in Kirche“ sowie Siebdruckarbeiten von Gabriele Münster von der Kunstmeile Dillweißenstein zum Thema Figuren.

Die Ausstellung soll Ausgangspunkt für einen Kunst-Treff im Städtle sein – mit Musik, Lesungen und einem Kreativ-Treff für Kinder und Jugendliche. „Wir wollen auch Kinder mit Migrationshintergrund einbeziehen“, sagte Tennigkeit, die sich bereits an Stadt und Asyl-Netzwerk gewandt hat. Mit Spenden sollen die Dozenten und Materialien finanziert werden, sodass der Nachwuchs kostenlos teilnehmen kann.

In zwei Gruppen – für Sechs- bis Zwölfjährige und für 12- bis 17-Jährige – soll einmal im Monat gemalt, gebastelt oder musiziert werden. Ziel ist, in einem freien künstlerischen Rahmen die Sprache zu vermitteln – von Kindern für Kinder. Zudem sollen Schüler des Gymnasiums Neuenbürg die Möglichkeit bekommen, hier ein Buchprojekt zu präsentieren.

Auch für andere Ausstellungen ist Tennigkeit offen, die Räume zur Verfügung zu stellen. Zehn Jahre habe das Gebäude in der Marktstraße leer gestanden, bis 2015 erstmals Kunstwerke nach einem Bergwerk-Workshop ausgestellt wurden. 2016 konnte die Künstlerin, bekannt für ihre chinesische Tuschmalerei, die Räume bereits für Kurse nutzen. Die Ausstellung wurde umrahmt von Musik der Band L.A.S.H., von Lesungen und hawaiianischem Tanz.