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Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn (Mitte hinten) mit Johann Beihofer (hinten links), Wolfgang Grimm und Karl-Heinz Döring (rechts neben Kuhn) mit den Asylbewerbern, die der Einladung zum Gemeindecafé in das katholische Pfarrzentrum im Ersinger Bernhardusheim gerne gefolgt sind. Foto: Martin Schott
Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn (Mitte hinten) mit Johann Beihofer (hinten links), Wolfgang Grimm und Karl-Heinz Döring (rechts neben Kuhn) mit den Asylbewerbern, die der Einladung zum Gemeindecafé in das katholische Pfarrzentrum im Ersinger Bernhardusheim gerne gefolgt sind. Foto: Martin Schott
04.01.2016

Ersinger Geistlicher zeigt Situation von Asylbewerber in Ersingen

Ersingen. „Gegenseitige Einladungen geben Freude, dienen dem Austausch von Kultur und Heimat, bringen Verständnis und schaffen Vertrauen“, sagt Pfarrer Thomas Ottmar Kuhn.

Ersingens katholischer Seelsorger informierte über die Situation der Asylbewerber im Ort, berichtete über Hilfen der Kirche und zeigte Möglichkeiten auf, fremde Menschen zu unterstützen. „Kontakte sind wichtig“, sagt Pfarrer Kuhn, der selbst mehrmals in der Woche die Asylbewerber in ihrer Unterkunft im ehemaligen Bahnhofsgebäude besucht. Diese, aus Ländern wie Nigeria und Syrien ebenso stammend wie aus Albanien und dem Kosovo, nähmen auch gerne Einladungen zu Veranstaltungen der Kirchengemeinde an. So etwa zu Treffen der Frauengemeinschaft oder zum Gemeindecafé. Konkrete Unterstützung erfahren die Asylbewerber durch Ersinger Bürger, die sie bei behördlichen Angelegenheiten unterstützen. Eine gute Zusammenarbeit bestehe mit dem Verein „miteinanderleben“, der im Enzkreis für die hauptamtliche Betreuung der Asylbewerber zuständig ist. Aus der Bevölkerung heraus und vom Ersinger „Kleiderstüble“ werden die Asylbewerber unterstützt. „Wie wichtig dies ist, hat sich besonders bei dem kleinen Kälteeinbruch mit Schnee im November gezeigt, wo schnell auf dringend benötigte, wärmere Kleidung zurückgegriffen werden konnte“, betonte Pfarrer Kuhn.

Gute Kontakte bestehen auch mit der Ersinger Grundschule, in der bereits zwei Kinder von Asylbewerbern in den Klassen zwei und drei aufgenommen werden konnten. Ganz wichtig sind die Deutschkurse, die Pfarrer Kuhn organsiert hat und für die die Kirchengemeinde den Ministrantenraum in der Christ-König-Kirche zur Verfügung stellt. Unterrichtet werden die regelmäßig 16 bis 18 Teilnehmer von Kimiya Rahmani. Die anerkannte Asylantin stammt aus dem Iran, ist dort als Lehrerin ausgebildet worden und absolviert derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin in einer Kindertagesstätte der Kirchengemeinde Kämpfelbachtal. Rahmani zur Seite stehen vier deutsche Helfer, darunter zwei Jugendliche, die das Gymnasium in Königsbach besuchen. Mit Unterstützung der Ersinger Grundschule und des Landratsamtes konnten geeignete Unterrichtsmaterialien beschafft werden.

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