Unter der Leitung von Dirigentin Julia Heil präsentiert der Chor „Stimmwerk“sowohl mitreißende als auch gefühlvolle Stücke.
Nico Roller
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Ersinger G’sangverein verbindet Chorgesang mit einem Quiz – und das Publikum ist begeistert
  • Nico Roller

Kämpfelbach-Ersingen. Wer weiß schon, dass der Grönemeyer-Hit „Mambo“ 1984 veröffentlicht wurde, dass der Filmkomponist Hans Zimmer zwei Oscars bekam und „My Heart Will Go On“ 13 Wochen an der Spitze der Singlecharts stand? In der Ersinger Turn- und Festhalle ist am Samstagabend eine Frage kniffliger als die andere, ein Rätsel spannender als das nächste. Aber eines steht nach wenigen Minuten fest. Nämlich, dass das Publikum großen Spaß hat und sich über das außergewöhnliche Format freut, das der Ersinger G’sangverein entwickelt hat.

Ein Chorkonzert mit einem Quiz zu verbinden: Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Erst recht, wenn in diesem Rahmen auch der neue Jugendprojektchor seinen ersten Auftritt absolviert und eine Liveband für Tanzmusik sorgt.

Für den Verein war das Ganze ein Experiment, das allerdings schon allein deshalb definitiv geglückt ist, weil sich am Ende des Abends große Teile des Publikums von ihren Plätzen erheben, um tosenden Beifall zu spenden. „Wir freuen uns riesig über diesen tollen Zuspruch“, sagt die Vorsitzende Doris Bauer.

Vor rund einem Jahr hat der moderne Chor des Vereins, das Stimmwerk, unter der Leitung von Julia Heil mit den Proben begonnen. Die Stücke hat man gemeinsam ausgewählt, teilweise auf Basis der Vorschläge, die alle einbringen durften. Auch die Idee, das Konzert mit einem Quiz zu verbinden, entstand beim gemeinsamen Nachdenken. Als Moderator und Spielleiter konnte man Kevin Reich gewinnen, der Punkte gerne nach Bauchgefühl verteilt und mitten in der Aufgabe spontan die Regeln ändert. Sehr zur Freude des Publikums, das nicht nur deswegen viel zu lachen hat, sondern auch dank der Kandidaten Gaby Hunter, Carmen Brenk, Luca Zimmermann und Nils Sorger, die keinen Trick unversucht lassen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Alle vier sind schon oft auf Bühnen gestanden und vollkommen ahnungslos, was sie erwartet. Im Takt klatschen? Begriffe pantomimisch darstellen? Für die vier Kandidaten kein Problem. Zumal alle Aufgaben einen Bezug zu den Stücken haben, die das Stimmwerk präsentiert. Nuanciert, präzise und mit viel Fingerspitzengefühl intonierend, spannen die rund 25 Sänger in der Turn- und Festhalle einen weiten Bogen: von Westernhagen bis Abba, von Musical-Nummern bis zu Pop-Rock von den Monkees.