In Baden-Württembergs Wäldern ist erstmals seit rund zwei Jahrhunderten wieder ein Luchskätzchen geboren worden. Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Marion Gentges spricht von einem großen Erfolg für das Auswilderungsprojekt und einem wichtigen Schritt für die Rückkehr der seltenen Raubkatze in den Südwesten, wie das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat in einer Pressemitteilung mitteilt.
„Das Luchsmonitoring liefert uns wichtige Erkenntnisse zur Verbreitung und Populationsgröße der Luchse im Land und bildet eine wichtige Grundlage und Entscheidungsbasis für das Luchsmanagement. Aktuell sind mindestens elf Luchse in Baden-Württemberg bekannt. Es freut mich sehr, dass es dem Monitoring-Team des FVA-Wildtierinstituts in der vergangenen Woche gelungen ist, den ersten Luchsnachwuchs im Land zu bestätigen. Anhand der Telemetriedaten wurde die Wurfhöhle von Luchskatze Elisabeth gefunden, die Ende September ausgewildert wurde. Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein im Projekt der Bestandsstützung erreicht und können erstmals nach 200 Jahren wieder Luchsnachwuchs im Land begrüßen. Das ist ein großartiger Erfolg für den Artenschutz und das Bestandsstützungsprojekt ,Luchs Baden-Württemberg‘, das ein nachhaltiges Luchsvorkommen im Land aufbauen will. Dieser Erfolg zeigt, welche große Bedeutung dem kontinuierlichen Luchsmonitoring sowie der Bestandsstützung der Tiere zukommt, die die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) im Auftrag des Ministeriums sehr sorgfältig und zuverlässig durchführt“,
sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL.
Kätzchen gesund und munter
Prof. Dr. Ulrich Schraml, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg, berichtet, sein Team habe das Jungtier bereits untersuchen können. Es sei gesund und munter. Genetische Proben würden voraussichtlich bald Aufschluss über die Vaterschaft geben.

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