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JVA Heimsheim  Foto: Ketterl 

Essen in Knast geschmuggelt: Strafbefehl gegen Justizvollzugsbeamten der JVA Heimsheim

Heimsheim. Nun ist es amtlich: Die Entscheidung, auf die ein suspendierter Justizvollzugsbeamter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Heimsheim seit Monaten gewartet hat, ist gefallen. Das Ergebnis der Ermittlungen dürfte dem Mann, der unter anderem Steaks und Pommes ins Gefängnis geschmuggelt haben soll, jedoch kaum gefallen.

Die Staatsanwaltschaft Pforzheim hat beim Amtsgericht Maulbronn einen Strafbefehlsantrag gestellt. Wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit in zwei minderschweren Fällen droht dem Beamten eine Geldstrafe. Die bestätigt Bernhard Ebinger, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf PZ-Nachfrage. In beiden Fällen gehe es um das Mitbringen von Lebensmitteln in die JVA. Die Geldstrafe sei allerdings unterhalb der Schwelle angesetzt, bei der der Justizvollzugsbeamte im Anschluss als vorbestraft gilt.

Noch ist der Strafbefehl nicht rechtskräftig. Bis zum 22. Juli hat der Wärter nun Zeit, Einspruch einzulegen. Er werde Akteneinsicht beantragen, sagt sein Anwalt Philipp A. Singer von der Pforzheimer Kanzlei Ladenburger und dann – nach Rücksprache mit seinem Mandanten – über das weitere Vorgehen entscheiden. Voraussichtlich werde man Einspruch einlegen. Dies liefe dann wohl auf eine Gerichtsverhandlung hinaus. Dieser Strafprozess wiederum könne Auswirkungen auf das ebenfalls noch laufende Disziplinarverfahren haben.

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