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In drei Ehrungsblöcken wurden die zahlreichen Schömberger Sportler für besondere Leistungen ausgezeichnet. Dem zweiten Ehrungsblock im Bild gehörten Mitglieder des Vereins Altburger Dance Movement, dem Schützenverein Oberlengenhardt, dem TV 63 Oberlengenhardt, Abteilung Mountainbike, sowie dem WSV Schömberg, Abteilung Tischtennis, an. Foto: Dast-Kunadt

„Euer Wirken tut uns allen gut“ – Schömberg würdigt das Engagement in Sport und Gesellschaft

Schömberg. Die Ehrung verdienter Sportler und engagierter Bürger in feierlichem Rahmen ist mittlerweile eine kleine Tradition in Schömberg. Im Rahmen des vierten Abends der Vereine bat Moderator Stefan Lubowitzki insgesamt 46 Persönlichkeiten in drei Ehrungsblöcken auf die Bühne.

Mit viel Charme und einer guten Portion Witz stellte er beispielsweise jeden einzelnen Sportler und dessen Erfolge vor, bombardierte sie mit Fragen zu Wettkämpfen, Trainingsgewohnheiten oder Besonderheiten ihrer Sportart. So hatte Lubowitzki die Lacher auf seiner Seite, als er den jungen Biathleten Oskar Pfingst fragte: „Wenn man mit Puls von der Strecke kommt, tanzt das Gewehr doch Tango – wie machst Du das?“ Pfingst antwortete souverän: „Das ist reines Training und irgendwie das Coole an der Sache.“

Das Publikum beeindrucken konnte unter anderem auch Mountainbiker Simon Schneller vom TV 63 Oberlengenhardt. Sein sportlerischer Fokus lag im vergangenen Jahr auf extremen Herausforderungen wie etwa dem Cape-Epic-Rennen, eine Art Tour de France des Mountainbike-Sports in Südafrika.

Auf die Besonderheiten, die Menschen in den knapp 60 Schömberger Vereinen erfahren und erleben, ging Bürgermeister Matthias Leyn zuvor auch im Rahmen seiner Begrüßung näher ein. „Unsere Vereine tragen zu einem gesunden Miteinander bei und vermitteln nebenbei ganz besondere Werte wie Zusammenhalt und Rückhalt“, sagte er. Gemeinsam für Ziele zu kämpfen und ein kameradschaftliches Miteinander zu pflegen, sei etwas Besonderes. „Euer Wirken tut uns allen gut“, brachte er es auf den Punkt und erntete dafür großen Applaus der gut 300 Gäste. Leyn warf jedoch auch einen kritischen Blick auf das Thema Vereinsarbeit. Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, einen Großteil seiner Freizeit für einen Verein einzusetzen oder gar einen Posten in der Vorstandschaft zu besetzen. Eine Ehrung erfuhren die zahlreichen Sportler nicht nur durch die öffentliche Auszeichnung, sondern auch durch eine kleine finanzielle Anerkennung, deren Höhe jedoch nicht verraten wurde.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der zwei Bürgerehrenmedaillen in Silber an Hermann Klink und Ingeburg Fritsch, die mit ihren 89 Jahren gleichzeitig auch der älteste Gast im Saal war. „Sie waren vor vielen, vielen Jahren hier im Ort nur bekannt als die Puppenmutti“, so Leyn. Aus diesem Schaffen heraus sei die Kreativwerkstatt des Vereins Menschen helfen Menschen entstanden. „Sie sind noch immer der kreative Geist und lassen keinen Termin aus“, so Leyn weiter, der Anerkennung und Bewunderung für Ingeburg Fritsch aussprach.

Eine besondere Überraschung wartete auf Hermann Klink, der nicht nur Gründungsmitglied des WSV Schömberg ist, sondern sich bis heute aktiv als Turnwart und in zahlreichen anderen Belangen des Vereins einsetzt. Klink wurde von einer Kinderschar anlässlich seines 77. Geburtstages, den er an diesem Tag feierte, mit einem Ständchen überrascht.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Auftritten der Minis, der Sweeties, der Funny Sheep, der Starlights, der Leistungsgruppe Schwarzwaldpiraten sowie der Skigirls reloaded – alle vom WSV Schömberg – und die musikalische Umrahmung der Veranstaltung durch das Schwarzwald Akkordeon Orchester Schömberg rundeten den Ehrungsabend ab.