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Freiwilliger Einsatz, um anderen zu helfen: Das eint Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und Feuerwehren. In Wurmberg ging es um gemeinsame Sorgen.
Freiwilliger Einsatz, um anderen zu helfen: Das eint Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk und Feuerwehren. In Wurmberg ging es um gemeinsame Sorgen. © Seibel/Privat
SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast (Mitte) will Gespräche über „Alltagshelden“ anstoßen. In Wurmbergs Feuerwehrhaus gab sie die Fragestellerin an Experten wie (von rechts) Carsten Sorg (Feuerwehrverband Pforzheim), Timo Leonhard (THW Niefern), Dominique Krueger (DRK), Hartmut Ziebs (Präsident Deutscher Feuerwehrverband), Markus Haberstroh (Feuerwehrverband Enzkreis)– auch für Entscheidungsträger wie Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Foto: Heilemann
SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast (Mitte) will Gespräche über „Alltagshelden“ anstoßen. In Wurmbergs Feuerwehrhaus gab sie die Fragestellerin an Experten wie (von rechts) Carsten Sorg (Feuerwehrverband Pforzheim), Timo Leonhard (THW Niefern), Dominique Krueger (DRK), Hartmut Ziebs (Präsident Deutscher Feuerwehrverband), Markus Haberstroh (Feuerwehrverband Enzkreis)– auch für Entscheidungsträger wie Landrat Karl Röckinger und Bürgermeister Jörg-Michael Teply. Foto: Heilemann
25.10.2016

Feuerwehr, Rotes Kreuz und THW über Probleme im Helfer-Alltag

Wurmberg/Enzkreis/Pforzheim. Feuerwehr, Rotes Kreuz und THW diskutieren in Wurmberg ihre Probleme. Die Bundestagsabgeordnete Katja Mast hat den Austausch angestoßen.

Wenn ich jetzt den Alarmknopf drücke, dann kann ich in Deutschland in acht Minuten 400 000 Feuerwehrleute auf der Straße haben.“ Mit diesem extremen Beispiel beschreibt Hartmut Ziebs, der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands, was ehrenamtliche Rettungskräfte reinen Profitruppen voraushaben. Sie können sehr schnell sehr viele Menschen mobilisieren. Und die freiwilligen Helfer bei Wehren, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder beim Technischen Hilfswerk (THW) schnitten mit ihren Leistungen im internationalen Vergleich hervorragend ab. Dieses Lob hören die rund 60 Aktiven der Hilfsorganisationen im Saal des Wurmberger Feuerwehrhauses gerne. SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast, die den „Blaulichtabend“ organisiert hat, würdigt sie als „Alltagshelden“, Wurmbergs Bürgermeister Jörg-Michael Teply als Persönlichkeiten, „die Verantwortung zum Wohle ihrer Mitmenschen“ übernehmen. Doch die Helden haben auch Sorgen. Die PZ gibt einen Überblick.

Gewalt und schwindender Respekt gegenüber Helfern: Gaffer, die Rettungskräfte aggressiv behindern, damit sie besser Bilder oder Filme von einem Unglück machen können. Davon erzählt Ziebs. Carsten Sorg, Vorsitzender des Feuerwehrverbands Pforzheim, erinnert an den Fall von Anfang Oktober, als ein Kochtopf in Richtung der anrückenden Feuerwehr flog. „Beleidigungen sind fast schon Alltag“, sagt Enzkreis-Feuerwehrverbandschef Markus Haberstroh und Dominique Krueger von der Kreisbereitschaftsleitung des DRK berichtet von Pöbeleien besonders junger Leute gegen Sanitäter. Hartmut Ziebs wittert hinter dem mangelnden Respekt ein gesellschaftliches Problem, das man auch nur gesellschaftlich angehen könne – und nicht mit härteren Strafen. Der Bundesverbandspräsident denkt über eine Initiative mit der Fußballbundesliga nach, um öffentlichkeitswirksam und mit populären Partnern der Gewalt gegen Einsatzkräfte die Rote Karte zu zeigen. Denn es drohe die Gefahr einer Eskalation.

Mehr über den schwierigen Kampf um den Nachwuchs und die Größe der Mannschaft während der Arbeitszeiten lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.