Flächenbrand auf der Schwäbischen Alb
Nach mehreren Flächenbränden in der Region, ähnlich wie auf dem Symbolbild zu sehen, ermittelt jetzt die Polizei.
picture alliance/dpa | Markus Brandhuber (Symbolbild)
Region
Flächen- und Wiesenbrände in der Region: Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung
  • pol/pz

Pforzheim/Enzkreis. Schon in der vergangenen Woche stellte sich die Frage, ob die vielen Flächen- und Wiesenbrände in der Region wirklich nur durch die Hitze entstanden sind oder ob möglicherweise doch ein Feuerteufel dahintersteckt. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Brände in Kämpfelbach

Seit dem 17. Juni sei es im Bereich Kämpfelbach innerhalb kürzester Zeit zu mindestens sieben Bränden gekommen, teilt die Polizei mit. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sowie der Art und Weise, wie die Brände entstanden sind, könne Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Der entstandene Sachschaden lasse sich derzeit noch nicht abschließend beziffern. Nach ersten Schätzungen belaufe er sich auf einen niedrigen vierstelligen Betrag.

Brände in Eisingen

Die Ermittler prüfen außerdem, ob zwei ähnliche Brände im Bereich Eisingen mit den Fällen in Kämpfelbach zusammenhängen.

Wie geht es weiter?

Die Polizei führe die Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen bei Brandstiftungsdelikten nach den üblichen Standards durch. Hierzu könnten je nach Lage und Verfügbarkeit auch Unterstützungsmittel wie beispielsweise ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kommen, sofern dies aus polizeilicher Sicht sinnvoll und erforderlich sei.

So wurde etwa in der Nacht auf Sonntag mit einem Hubschrauber gefahndet. Um 21.30 Uhr war nach Angaben der Polizei ein glimmender Holzstapel in Bilfingen gemeldet worden. Mit einem Helikopter suchte die Polizei nach einem Tatverdächtigen – jedoch ohne Erfolg.

Zu konkreten Fahndungsmaßnahmen, möglichen Tatverdächtigen oder weiteren Einzelheiten der laufenden Ermittlungen könnten derzeit keine Angaben gemacht werden, um den Erfolg der Ermittlungen nicht zu gefährden.

Die Polizei weist darauf hin, dass die Aufklärungsquote bei Brandstiftungsdelikten regelmäßig auf einem hohen Niveau liege. In mindestens der Hälfte der entsprechenden Fälle gelinge es den Ermittlungsbehörden, die Taten aufzuklären.

Trotz der bereits laufenden Ermittlungen bittet die Polizei weiterhin um die Mithilfe der Bevölkerung. Personen, die seit dem 17. Juni im Bereich Kämpfelbach oder Eisingen verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, insbesondere zu Personen oder Fahrzeugen im Zusammenhang mit den Bränden, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 07231 1864444 entgegen.