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Revierförster Dieter Krail tauft den Stein, der auf die nach ihm benannte Brücke (rechts im Bild) hinweist. Tilo keller
Revierförster Dieter Krail tauft den Stein, der auf die nach ihm benannte Brücke (rechts im Bild) hinweist. Tilo keller
14.05.2017

Förster Dieter Krail im Tiefenbronner Wald verewigt

Bei der Waldbegehung in Tiefenbronn ist Revierförster Dieter Krail zu besonderen Ehren gekommen. Eine Brücke im Gemeindewald, die er vor Jahren initiiert hatte, heißt nun Dieter Krail Brücke.

Der Revierförster geht zum Jahresende in den Ruhestand. „Unser Wald ist in guten Händen“, lobte Bürgermeister Frank Spottek. Seit 1998 ist Krail für rund 200 Hektar Betriebsfläche der Gemeinde zuständig. „Es war ein ertragreicher Wald“, erinnerte Krail an den Zustand vor dem Orkan Lothar im Jahr 1999. „Es macht nicht nur Freude als Förster Holz zu ernten. Einen Wald aufzubauen, hat fast noch mehr Freude gemacht.“

Krail weihte den Stein ein, der auf seine Brücke aufmerksam macht. Bauunternehmer Werner Beutel hatte den gravierten Sandstein aufgestellt. Die Jäger steuerten einen Imbiss mit Köstlichkeiten aus heimischem Wild bei. Auch die örtlichen Jagdhornbläser waren dabei.

Dessen erste Station war ein unscheinbarer Weg, der beim Sportplatz im Mühlhausen in den Wald hinein führt. „Man sieht, dass in den nächsten Jahren die Douglasien geastet werden müssen“, machte Krail aufmerksam. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf den Weg Richtung Lehningen und auf die Frage, ob dieser eingeschottert werden sollte oder nicht.

„Wenn man das macht, dann können die Lehninger nach Mühlhausen laufen und über die Kürrainstaffel in den Flecken rein“, verband Gemeinderat Peter Werner (CDU) die Frage mit einem Thema aus der Gemeinderatssitzung, wo es um eine Weganbindung für die Treppenanlage ging. „Die Aussage meines Fraktionskollegen kostet mich wieder eine schlaflose Nacht, wir haben doch einen parallelen Weg“, entgegnete Gemeinderat Wolfgang Liebl. Er plädierte dafür, die Natur so zu belassen wie sie ist. „Aus forstlicher Sicht ist es eindeutig, wir brauchen den Weg derzeit nicht befestigen“, sagte Andreas Roth vom Kreisforstamt mit Blick auf die Holzernte, die erst in einigen Jahren geplant ist. „Aber wenn sie sagen, der Erholungswert ist uns wichtig, dann kann man das schon machen.“ Allerdings koste es auch etwas, den Weg dauerhaft als Fußweg zu erhalten. Bürgermeister Spottek versprach das Thema im Gemeinderat aufzuarbeiten.

Säue springen über Elektrozaun

Jagdpächter Andreas Birkmeier berichtete über die schwierige Bejagung des Schwarzwildes. Neuerdings sei sogar festgestellt worden, dass die Säue über die von den Jägern aufgestellten Elektrozäune springen. „Das haben wir bisher noch nicht gehabt“, stellte Birkmeier fest. Die Waldbegehung wurde später in Tiefenbronn fortgesetzt, wo es unter anderem um den Weg Richtung Friedhof ging und um das von Krail angelegte Biotop.