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Die Füße hochlegen an den Feiertagen: So halten es die meisten Bürgermeister im Kreis der Familie. Foto: Fotolia
Die Füße hochlegen an den Feiertagen: So halten es die meisten Bürgermeister im Kreis der Familie. Foto: Fotolia
In der Vorweihnachtszeit sind die Bürgermeister viel bei Veranstaltungen unterwegs. Das Bild zeigt Kelterns Rathauschef Steffen Bochinger (rechts) beim 20. Dietlinger Nikolausmarkt Anfang Dezember. Mit ihm freuen sich hier (von links) Ben Reister, der scheidende Organisator Jost Brade, Andrea von Destinon, Alexander Deeg und Melanie Frank. Fotos: Ossmann/PZ-Archiv
In der Vorweihnachtszeit sind die Bürgermeister viel bei Veranstaltungen unterwegs. Das Bild zeigt Kelterns Rathauschef Steffen Bochinger (rechts) beim 20. Dietlinger Nikolausmarkt Anfang Dezember. Mit ihm freuen sich hier (von links) Ben Reister, der scheidende Organisator Jost Brade, Andrea von Destinon, Alexander Deeg und Melanie Frank. Fotos: Ossmann/PZ-Archiv
Martin Steiner
Martin Steiner
Heiko Genthner
Heiko Genthner
Andreas Felchle
Andreas Felchle
Helge Viehweg
Helge Viehweg
24.12.2017

Für die Bürgermeister gehören die Weihnachtstage der Familie

Ein Termin jagt den anderen, hier eine Seniorenadventsfeier, dort ein adventliches Konzert oder ein Weihnachtsmarkt. Die Bürgermeister der Region hatten in den vergangenen Wochen viel zu tun, sollten möglichst überall präsent sein. Doch wie sieht es an den Feiertagen und zwischen den Jahren aus? Nehmen sie auch dann Termine wahr oder widmen sie sich ganz der Familie? Gibt es überhaupt Einladungen von Vereinen oder anderen Veranstaltern?

Die meisten Bürgermeister, die für eine PZ-Umfrage erreichbar waren, nehmen sich Zeit für ihre Familie. Manche befanden sich bereits in Urlaub, andere steckten noch in vollen Terminkalendern, so wie Straubenhardts Bürgermeister Helge Viehweg. Bis kurz vor Weihnachten habe er durchgehend Termine und auch danach werde er normal arbeiten. Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage verbringt Viehweg jedoch mit seiner Familie, geht auch mit ihr in den Gottesdienst. „Für mich hat sich die Frage nicht gestellt, es kamen keine Einladungen“, sagt er dankbar für diese ungeschriebene Übereinkunft. Hätte er welche erhalten, hätte er nachgedacht. Denn irgendwann sei der Zeitpunkt des Rückzugs erreicht.

Das findet auch Steffen Bochinger, Bürgermeister von Keltern. „Die Feiertage gehören der Familie“, sagt er. Das ganze Jahr müsse er Termine wahrnehmen und die Familie oft zurückstecken. Zwischen Weihnachten und Neujahr werde er zwar arbeiten, aber keine offiziellen Aufgaben erfüllen. Zudem nimmt sich Bochinger vor, sich bei dem passenden Wetter freizunehmen und Skifahren zu gehen.

Das hat auch Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner vor. Um Abstand zu bekommen, will er am 25. Dezember erstmals die Gemeinde verlassen und mit seiner Frau und den Kindern in Österreich Ski fahren. Generell habe die Familie Priorität an Weihnachten. Anfragen von Vereinen gebe es immer wieder, etwa vom Fußballverein FC 08 Birkenfeld, der am 29. und 30. Dezember wieder sein Hallenturnier veranstaltet. Wenn es zeitlich möglich ist, will Steiner am zweiten Tag noch vorbeischauen. „Das habe ich schon immer gemacht.“

Auch für Heiko Genthner, Bürger-meister in Königsbach-Stein, gibt es einen traditionellen Termin: die Jahresabschlussfeier des Musikvereins Harmonie Königsbach am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages. „Da gehe ich gerne hin“, sagt Genthner, der Einladungen auch sonst nicht kategorisch ablehnt. Es komme auf die Veranstaltung an, ob es sich um etwas Neues oder Langjähriges handle. Gleich nach den Feiertagen, an denen er auch mit der Familie zusammen sein wird, geht die Arbeit im Rathaus weiter.

Ganz anders bei Andreas Felchle, Bürgermeister von Maulbronn: „Ich nehme aus Prinzip an Weihnachten Urlaub“, stellt er klar, und zwar durchgehend bis zu den Heiligen Drei Königen. Erst beim Neujahrsempfang starte er wieder ins Be-rufsleben. Felchle hält generell nichts von dauernder Verfügbarkeit. Er würde auch von seinen Mitarbeitern nicht erwarten, über die Feiertage dienstbereit zu sein. Zudem sei er ein bewusster Christ, für den Weihnachten ein Fest der Familie ist.