
Würde man ein Sittengemälde von den Zuständen im Regionalverkehr der Bahn zeichnen wollen, würden mittlerweile in mancherlei Hinsicht eher Unsitten die Optik bestimmen. Was ist gemeint? Mit den Jahren hat sich das Verhalten der Kunden im Regionalexpress gewandelt. Immer mehr Kunden eines kostengünstigen Deutschlandtickets entdecken die Regionalexpresse als Ersatzfahrzeuge sowohl für den vergleichsweise schnellen, aber teuren Fernverkehr der Intercity-Züge als auch die jede Station anfahrenden, langsamen Nahverkehrszüge. Und das hat Folgen: Es beginnt damit, dass die Züge nicht nur gut gefüllt, sondern nicht selten überfüllt sind. Und die Kundschaft ist nicht nur vielköpfig, sondern bringt viel mit: vorzugsweise mehr als einen Koffer plus Rucksäcke und Tüten. Man pendelt nicht, man verreist.
Eine Analyse von PZ-Redakteur Peter Marx
Die Konsequenz: Zu Fahrrädern und Rollern gesellen sich jede Menge Reiseutensilien, die die Gänge und Sitzplätze blockieren. Geschickt wäre es, wenn die durchgängigen Fensterablagen nutzbar wären. Doch die sind im Zuschnitt, also Winkel und Querschnitt, ungeeignet für
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