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Das Eisinger Loch war einer der Höhepunkte bei der zweiten PZ-Wanderung in diesem Jahr. Foto: Meister
Das Eisinger Loch war einer der Höhepunkte bei der zweiten PZ-Wanderung in diesem Jahr. Foto: Meister
Zahlreiche zufriedene Gesichter bei der zweiten PZ-Wanderung in diesem Jahr. Foto: Meister
Zahlreiche zufriedene Gesichter bei der zweiten PZ-Wanderung in diesem Jahr. Foto: Meister
26.05.2019

Ganz schön anstrengend: PZ-Leserwanderung zu den Eisinger Löchern

Eisingen/Enzkreis/Pforzheim. So manchem Wanderfreund tropfte am vergangenen Samstag mächtig der Schweiß von der Stirn. Die zweite PZ-Wanderung in diesem Jahr erwies sich als anspruchsvoll. Dennoch half weder Murren noch Jammern, denn am Ende überwogen die zufriedenen Gesichter.

Die Route führte die gut 50 Wanderer zunächst durch das idyllische Gengenbachtal. Wanderführer Bruno Kohl machte an einer Weggabelung darauf aufmerksam, dass sich die Gruppe auf dem Fernwanderweg vom Nordkap nach Kalabrien befindet. Doch zur Erleichterung aller sollte es am Ende nicht bis an die Stiefelspitze in Italien gehen. Nach einer zügigen ersten Wanderstunde, durch das mit viel Wald bewachsene Tal, folgte nach der Quellfassung von Eisingen die erste Pause. Hierbei brachte Bruno Kohl die Lacher mit Anekdoten von Wanderführer „Alois“ schnell auf seine Seite. Kohl selbst kann wie kaum ein Zweiter aus dem Nähkästchen plaudern. Bereits mehrfach hat er 24-Stunden-Wanderungen absolviert und sämtliche 4000er-Berge von Jungfrau über Mönch bis hin zum Gross Fiescherhorn bestiegen. Im Winter ist der bergaffine Wanderleiter mit Schneeschuhen unterwegs.

Kohl schätzt vor allem die Begegnungen mit Menschen. „Laufen ist die beste Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten“, lächelt er. Während am Eiselberg die ersten Schweißtropfen flossen und die Sonne sich immer mehr bemerkbar machte, erzählte Martin Herr von seinen Wandererlebnissen. Mit Kohl und zahlreichen weiteren Hartgesonnenen nahm er Anfang Mai beim 24-Stunden-Wandern in der Region teil. „76 Kilometer haben wir zurückgelegt“, erinnert er sich mit stolzem Ton. „Bei solchen Wanderungen gilt es stärker zu sein als der Kopf und Durchhaltewillen zu zeigen“, erklärte er. Laut Martin Herr überwiegen auch bei Strapazen die schönen, ruhigen und besinnlichen Momente den Schmerzen.

Gedenken an Hartmut Fieß

Über Stock und Stein und teils abseits der normalen Wanderwege führte die Route zum alten und neuen Eisinger Loch. „Es ist schon beeindruckend“, staunte Reinhard Ritter. Ob der Eindrücke und der schmalen Pfade rückte der Alltag in den Hintergrund. „Es ist erstaunlich, wie vielseitig sich die Strecken immer wieder zeigen“, lobte Rita Groh. Groh ist seit Jahren treue Teilnehmerin der PZ-Wanderungen mit dem Schwarzwaldverein und schätzt neben der Vielseitigkeit vor allem die Gemeinschaft. Auch PZ-Mitarbeiter Michael Dorn ist seit jeher dabei und findet es bewundernswert, welche schönen Landstriche es in der Region gibt. Ulrike Bastanier und Bettina Gerber gefielen die mit Blumen bestückten Wiesenabschnitte. Nach der wohlverdienten Stärkung am Eisinger Loch führte der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Auch wenn die gute Stimmung überwog, so erinnerte Wilhelm Heisig an Wanderfreund Hartmut Fieß. Fieß war im vergangenen Jahr gestorben und die Wanderung deshalb ihm gewidmet. „Deshalb ist es schön, dass wir heute so viele sind“, freute sich Heisig.