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Die Corona-Krise verlangt Medizinischen Fachangestellten wie Jutta Napiwotzky (links) und Melanie Wüstner noch mehr ab, als bisher gewohnt. Personell wird in ihrer Mühlacker Arztpraxis bereits an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Und neue Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt schwer zu finden.  Foto: Hepfer 

Gefährliche Entwicklung: Hausärzte in der Region klagen über Personalnot

Mühlacker/Enzkreis. Wenn im täglichen Leben Begriffe wie „Sprechstundenhilfe“ oder „Arzthelferin“ fallen, dann schmerzt das Jutta Napiwotzky förmlich in den Ohren. „Den Lernberuf der Sprechstundenhilfe gibt es schon seit 1962 nicht mehr und eine Arzthelferin wird seit 2006 als Medizinische Fachangestellte bezeichnet“, erläutert die Vize-Landesvorsitzende des Verbandes medizinischer Fachberufe, und ergänzt: „Wenn man solche Berufsbezeichnungen hört, fühlt man sich schon ein bisschen diskriminiert.“ Für Napiwotzky spiegeln gerade auch derartige Begrifflichkeiten die geringe Wertschätzung für ihren Berufsstand wider und sie seien mitverantwortlich dafür, dass sich immer weniger junge Menschen in diese Jobrichtung orientierten. Hinzu kämen oftmals längere Arbeitszeiten und eine vergleichsweise niedrige Bezahlung. Aber auch die aktuelle Gefährdung durch Corona sei ein weiterer Grund, warum der Beruf des Medizinischen Fachangestellten (MFA) nicht mehr gefragt sei.

Zunehmende Bürokratie

In ihrer Mühlacker Arztpraxis bekommt es

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