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PZ-Redakteurin Nadine Schmid schaut genauer hin.
PZ-Redakteurin Nadine Schmid schaut genauer hin.
27.06.2019

Genauer hingeschaut: Wer steigt als Nächster aufs Schömberger Sprungbrett?

Fünf Chefs in zehn Jahren – das ist recht ungewöhnlich. Der Dauerstabwechsel an der Spitze ist für die Schömberger Touristik & Kur allerdings die Regel – und für die beteiligten Akteure soweit auch unproblematisch.

Derzeit wird nach dem Weggang von Julius Müller wieder eine neue Leitung für die Touristik & Kur (TuK) gesucht. Die Stelle ist noch bis nächste Woche ausgeschrieben. Einige Bewerbungen seien bereits eingegangen, sagt Matthias Leyn. Details rückt der Schömberger Bürgermeister noch keine heraus, nur so viel: „Nach Ende der Frist werden wir in Ruhe die eingegangenen Bewerbungen sichten und mit dem Gemeinderat eine Auswahl treffen.“

Das klingt nicht nach blindem Aktionismus. Und deckt sich mit dem unaufgeregten Eindruck den Christoph Eck, langjähriger Vorsitzender des Vereins für Tourismus, Handel & Gewerbe Schömberg, macht. Auf den regen Wechsel bei der TuK angesprochen, meint Eck: „Das kann man nicht ändern.“ Der Posten scheine halt ein Sprungbrett zu sein.

Für René Skiba, den obersten Tourismusförderer im Landkreis, gilt. „Wir haben in Schömberg eine gute touristische Infrastruktur was Wanderwege und Naturangebote betrifft, einen starken und sehr beliebten Einzelhandel, ein gutes Hotelangebot für die aktuelle touristische Frequenz und eine tolle Lage. Projekte wie der Weißtannenerlebnispfad und der Premiumspazierweg haben gezeigt, dass es sich lohnt, die Natur zu inszenieren und zu beleben. Darauf sollen die anstehenden touristischen Projekte der Gemeinde aufbauen und den Tourismusstandort stärken und weitere Gäste nicht nur nach Schömberg, sondern in die ganze Region bringen“, wünscht sich der Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald. Und wie bewertet Skiba den steten Wechsel an der Spitze der TuK? „Wir arbeiten mit den Akteuren intensiv und auf Augenhöhe zusammen. Das hat bisher mit der Touristik und Kur sehr gut funktioniert und das wird sicherlich auch zukünftig so sein“, ist sich Skiba sicher.