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Unter den Gästen waren auch viele Bürgermeister aus der Region, darunter Andreas Felchle, Rathauschef der Stadt Maulbronn (rechts).  Foto: Fotomoment 

„Gesetzliche Pflichtaufgaben genießen Vorrang“: Mühlacker will 2020 an Lösungen arbeiten und Klimastatus stärken

Mühlacker. Mit Beginn des neuen Jahres hat die Prioritätenliste hinsichtlich der Großprojekte in Mühlacker eine ganz neue Form angenommen. Beispielsweise hat Oberbürgermeister Frank Schneider in seiner Neujahrsrede 2019 noch vorrangig die Planung des Baus einer neuen Stadthalle behandelt, während er das Thema dieses Jahr nur kurz angerissen hat. „Gesetzliche Pflichtaufgaben genießen Vorrang“, so der OB zu den rund 430 Besuchern beim Neujahrsempfang am Montagabend. Das sei auch der Grund, warum aktuell noch kein Realisierungszeitpunkt festgelegt werden könne.

Viel wichtiger sei es in diesem Jahr, die neue Hauptfeuerwache fertigzustellen und bald im Rahmen einer Klausurtagung über Lösungswege für den schrittweisen Abbau des Sanierungsbedarfs in der Senderstadt zu beraten. Denn für Projekte wie den Bau eines Kindergartens oder Schulsanierungen sei eine Finanzierung nur mithilfe von Darlehen möglich.

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Rund 430 Menschen haben ihren Montagabend beim Neujahrsempfang im Mühlacker Uhlandbau verbracht. Foto: Cichecki

Doch diese Millionenbeträge, die in Sanierungsprogramme investiert werden, so Schneider, seien bestens angelegt. Die Verschönerung der Ortskerne von Lienzingen, Mühlhausen und Lomersheim steigern schließlich nachhaltig die Attraktivität der gesamten Stadt. Und auch die Planung eines neuen Stadtteils – und zwar auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei – hat nach wie vor Vorrang, so der Rathauschef. Langsam aber sicher geht es auch hier voran, wie etwa mit dem Verkauf einer ersten Teilfläche. Dem hat der Gemeinderat bereits vor Weihnachten zugestimmt. Und auch mit der Hofkammer des Hauses Württemberg habe die Stadt inzwischen einen „erfahrenen Partner“ für die Wohnbebauung gewinnen können, betont Schneider.

Weitere Fortschritte, und diese hebt der OB in seiner diesjährigen Neujahrsrede besonders hervor, macht die Stadt Mühlacker in Sachen Klimaschutz.

Erfolgreiches „Stadtradeln“

Bereits im Jahr 1987 habe sie ihren ersten Umweltschutzbericht erstellt. „Dabei gilt es, ständig und in allen Bereichen der Verwaltung Umwelt- und Klimaschutzaspekte zu berücksichtigen“, erklärt er. In der Zwischenzeit wurden im Stadtgebiet insgesamt zwölf Ladestationen eingerichtet. Mit mehr als 120 Parkplätzen, 65 Fahrradboxen und Elektro-Leih-Fahrrädern in Bahnhofsnähe sowie der Erhöhung der Bahnsteige sei in Mühlacker nun alles darauf ausgerichtet, den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern.

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Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Musikverein Enzberg unter der Leitung von Jürgen Charrier. Foto: Cichecki

Stolz ist der Oberbürgermeister außerdem auf die 31 Teams, die im vergangenen Jahr erstmals an der Aktion „Stadtradeln“ teilgenommen und 21 Tage lang ihre tägliche Kilometerleistung aufgeschrieben haben. Insgesamt wurden rund 55.400 Kilometer geradelt. „Das sind 15.000 Kilometer mehr als der Erdumfang“, so Schneider.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 7. Januar 2020, in der Mühlacker-Asugabe der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Laura Cichecki

Laura Cichecki

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