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Die Polizei ist nach dem gewaltsamen Tod einer 19-Jährigen aus dem Enzkreis in Freiburg auf der Suche nach dem Täter. 

Getötete Studentin aus Freiburg stammt aus dem Enzkreis, lebte aber im Ausland

Freiburg/Enzkreis. Die getötete Studentin aus Freiburg stammte aus dem Enzkreis. Die Frau lebte bereits seit mehreren Jahren mit ihrer Familie in einer europäischen Hauptstadt. Das hat die Polizei am Freitag auf PZ-Nachfrage bestätigt. Die 19-Jährige war am Sonntag von einer Joggerin tot am Ufer der Dreisam aufgefunden worden.

Aus welchem Ort im Enzkreis die junge Frau genau stammt, wollte die Sprecherin der Polizei in Freiburg, Laura Riske, nicht bekannt geben. Fest steht bisher nur: Die Medizinstudentin wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Riske wies darauf hin, dass die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen ist.

Die 19-Jährige hatte laut den Ermittlern in der Nacht zum Sonntag eine Studenten-Party besucht und war mit dem Fahrrad auf dem Heimweg, als sie Opfer des Verbrechens wurde. Ihr weißes Damenrad lag einige Meter entfernt im Gebüsch. In der Nähe des Tatorts fand die Polizei auf dem Dreisamuferweg ein herrenloses Fahrrad. Die Ermittler suchen nun den Besitzer.

Bei einer 40-köpfigen Sonderkommission gingen nach Angaben der Ermittler bislang mehr als 60 Hinweise ein, hieß es. Mehr als 100 Spuren seien gefunden worden und würden nun untersucht. Doch von dem unbekannten Täter fehle weiter jede Spur, so die Beamten. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft war Ertrinken die Todesursache. Der Fundort der Leiche sei auch der Tatort.

Deshalb starteten die Beamten am Freitag eine Flyer-Aktion. Sie wollten vor allem Passanten und Fahrradfahrer mit Handzetteln befragen, auf denen das Fahrrad des Opfers zu sehen ist. Vorrangig wünscht sich die Polizei zwar Hinweise aus Freiburg, bittet aber auch um Informationen aus dem Heimatort der 19-Jährigen, falls dort jemand eine Mitteilung zur Tat machen kann.

Wer Hinweise geben kann, soll sich bitte bei der Kriminalpolizei in Freiburg unter der Rufnummer (0761) 8825777 melden.

Die Universität des Opfers richtete indes einen Trauerraum ein. „Viele Studierende und Freunde haben diesen Raum genutzt und sich in ein Kondolenzbuch eingetragen“, teilte die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg am Mittwoch mit. „Wir sind zutiefst bestürzt und hoffen, dass die Umstände ihres Todes bald aufgeklärt sein werden. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.“