Warnstreik GDL Hauptbahnhof
Bei der Urabstimmung der GDL wird eine breite Zustimmung für neue Streiks erwartet. Das Ergebnis wird am Donnerstag bekannt. 

Gewerkschaft votiert für Streik: Es drohen weitere Zugausfälle in der Region

Enzkreis/Pforzheim. Fahrgäste, die vergebens auf ihren Zug warten und dastehen, wie bestellt und nicht abgeholt: Ein Szenario, das in der Region wohl bald wieder Realität wird. Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) mit ihrer Tochtergesellschaft Bahn Stuttgart GmbH (SBS) legt die GDL nach. Am Mittwochabend vermeldet die Gewerkschaft, dass 95,3 Prozent der Mitglieder bei der Urabstimmung für weitere, dann deutlich längere Streiks gegen die Bahnbetreiber votiert hätten.

Damit drohen den Regionalbahnen zwischen Karlsruhe, Pforzheim, Mühlacker und Stuttgart erneut Ausfälle. Die SWEG betreibt die RB- und RE-Züge über die SBS, die vor der Übernahme Abellio Rail Baden-Württemberg geheißen hat. Zwei Warnstreiks hatten die Strecke durch die Region deshalb schon betroffen. Allerdings: Erst mal gibt es eine kurze Atempause. Der PZ hatte GDL-Pressesprecherin Gerda Seibert im Vorfeld gesagt, man werde mit den Streiks nicht unmittelbar nach Auszählung der Urabstimmung beginnen. Auf ihrer Internetseite konkretisiert die GDL, man werde der Arbeitgeberseite „einige Tage“ Zeit für eine Reaktion geben. Ohne Einigung gebe es dann Streiks zwar nicht unbefristet, aber deutlich länger als zuletzt. 

Alexander Heilemann

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Lena Knöller Autorenbild

Lena Knöller

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