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Die Ursache für den Brand, bei dem niemand verletzt wurde, war auch am Dienstagmorgen laut Polizei noch unklar. 
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Nach derzeitigem Erkenntnisstand kam bei dem Brand in Engelsbrand niemand zu Schaden. 

Hausbrand in Engelsbrander Ortsmitte: 450.000 Euro Schaden, Ursache weiter unklar

Engelsbrand. Brandgefährlich war das, was am Montagabend in Engelsbrand geschehen ist. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Carsten Sorg ging gegen 19.29 Uhr die Alarmierung ein, dass ein Gebäudevollbrand am Ludwig-Hummel-Weg in der Ortsmitte von Engelsbrand ausgebrochen sei. Von da an standen die Telefone nicht mehr still, sagt Sorg.

Rund 20 aufmerksame Bürger hätten kurz hintereinander das Feuer gemeldet. Das Glück im Unglück, so der Kreisbrandmeister am Abend im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“: Die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Engelsbrand hätten bei der Feuerwache gerade eine Übung abgehalten, als die Alarmierung eingegangen sei. Die Einsatzzeit, so Sorg, sei somit „gigantisch gut gewesen“.

Brand zerstört Reihenhaus in Engelsbrand
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Im Video: Brand zerstört Reihenhaus in Engelsbrand

Gleichwohl habe man einen Gebäudeteil des mehrteiligen Reihenhauses leider nicht mehr retten können. Von den Bewohnern des Hauses sei niemand zu Schaden gekommen. Anders, als zunächst am Montagabend gemeldet, wurde laut dem Kreisverband Pforzheim-Enzkreis des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Mitglied der Feuerwehr leicht verletzt und ambulant versorgt. Die Hausbewohner konnten übergangsweise bei Nachbarn in unmittelbarer Nähe unterkommen. 

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Feuer in Engelsbrand sorgt für Großaufgebot

 

Vermutlich, so Kreisbrandmeister Sorg, sei das Feuer in einem unbewohnten Teil des Gebäudes ausgebrochen. Den bewohnten Teil des Reihenhauses hätten die Menschen selbstständig unversehrt verlassen können. Angaben zur Brandursache und zur Schadenshöhe, so Sorg, könnten am Montagabend noch nicht gemacht werden. Jedwede Spekulation verbiete sich. Auch am Dienstagmorgen war der Grund für das Feuer noch nicht geklärt, so die Pforzheimer Polizei, beziffert werden konnte nun aber die Schadenshöhe: 450.000 Euro.

Windböen erschwerten den Einsatz

Insgesamt 100 Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen, so die Schätzung des Kreisbrandmeisters. Hinzugezogen worden seien die Drehleitern aus Neuenbürg und Birkenfeld. Windböen erschwerten zwischenzeitlich den Einsatz. Die Ortsdurchgangsstraße musste gesperrt werden. Zum Einsatz kam auch die Fachgruppe Drohnen der Knittlinger Wehr. Somit konnte mit der Wärmebildkamera auch aus der Luft nach Glutnestern geforscht werden.

Der Einsatz der Atemschutzgeräteträger war schweißtreibend. Die verschmutzten Kameraden kamen rasch von der eisigen Kälte ins Warme, um einen heißen Tee zu trinken und sich nicht zu erkälten, sagte Sorg gegen 21.30 Uhr im Gespräch mit der Redaktion. Gegen 22 Uhr war der Einsatz laut Polizei beendet. Vom DRK waren laut Pressemitteilung ein Einsatzleiter, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Kreisbereitschaftsleitung und Ehrenamtliche des Ortsvereins Neuenbürg im Einsatz. 

Das Polizeirevier Neuenbürg hat die polizeilichen Ermittlungen übernommen. "Mit jetzigem Stand liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.