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Eines jener Projekte, auf das sich große Hoffnungen richten: Die Umgestaltung der Ziegelei soll in den kommenden Jahren ein neues Quartier schaffen.  Foto: Meyer 

Grünes Licht für Großprojekt Ziegelei in Mühlacker – Gemeinderat stellt Weichen für Craiss-Erweiterung

Mühlacker. Das Wort „Alternativlos“ hat in den vergangenen Jahren eine eher zweifelhafte Karriere gemacht. Aber womöglich gibt es kaum eine passendere Bezeichnung für das, was der Mühlacker Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen hat.

Nun jedenfalls steht fest, dass die Spedition Craiss am bisherigen Standort an der Vetterstraße bleiben soll und in Richtung Ziegeleigelände expandieren darf. Diese Lösung hatte sich in der vergangenen Woche bereits angedeutet – am Dienstag nun machte das Gremium Nägel mit Köpfen und stimmte dieser Lösung geschlossen zu.

Für beide Seiten (die Stadt wie auch das Unternehmen) ist diese Lösung ein Kompromiss. Craiss wäre gerne in ein neues Gewerbegebiet wie beispielsweise die seit vielen Jahren diskutierten Standorte „Hart“ bei Lienzingen oder „Lug-Fuchsensteige“ gegenüber den „Waldäckern“ ausgesiedelt. Und auch die Stadt hätte es gerne gesehen, wenn sich ein optimaler Standort gefunden hätte – die Spedition also nicht in unmittelbarer Nähe zum geplanten Wohngebiet auf der Ziegelei expandieren müsste. Doch da sich in Sachen neues Gewerbegebiet in den vergangenen Jahren nichts tat und sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren kaum etwas tun wird, galt es nun, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Optimum herauszuholen.

Dies ist den Verantwortlichen nach eigenem Dafürhalten gelungen – sowohl die Verwaltung als auch der Gemeinderat und die Vertreter von Craiss können mit der nun beschlossenen Variante leben.

In den kommenden Wochen soll nun ein detailliertes Konzept erarbeitet werden, auf dessen Grundlage die konkreten Rahmenbedingungen der Erweiterung festgezurrt werden. Fest steht: Der Standort soll in Richtung Süden erweitert werden – auf rund 12.000 Quadratmetern Fläche möchte Craiss in zwei Bauabschnitten ein modernes Logistik-Dienstleistungszentrum realisieren.

Mehr lesen Sie am 25. September in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

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Maximilian Lutz

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