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Handwerksbetriebe, die Hausbesuche machen, wollen mit den neuen Sicherheitsvorkehrungen nicht nur ihre Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, sondern auch ihre Kunden. Symbolbild: dpa 

Handwerkern wird oft auf die Pelle gerückt: Sanitärunternehmer aus dem östlichen Enzkreis bittet deshalb um mehr Abstand

Mühlacker. Abstand halten – das ist das Gebot der Stunde. Doch viele scheinen immer noch ein Problem damit zu haben, die empfohlenen 1,5 Meter einzuhalten. Das zumindest erleben der Inhaber eines Sanitärbetriebes aus dem östlichen Enzkreis und dessen Mitarbeiter derzeit nahezu täglich. „Viele schaffen es einfach nicht, ausreichend Abstand zu halten“, berichtet er der „Pforzheimer Zeitung“ am Telefon.

Das fange bereits damit an, dass der Monteur kaum Platz habe, einzutreten. Dann werde ihm auf Schritt und Tritt gefolgt oder andauernd über die Schulter geschaut. „Weisen wir die Kunden dann auf ihr unangemessenes Verhalten hin, reagieren viele auch noch mit Unverständnis, winken ab oder nehmen es persönlich.“

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Dabei würden offenbar viele vergessen, dass es ihm nicht nur darum gehe, seine Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit COVID-19 zu schützen, sondern auch die Auftraggeber und deren Familien. Schließlich könnten ja auch völlig Gesunde Überträger sein. „Nicht alle nehmen die Situation wirklich ernst“, so sein Eindruck. „Viele glauben, dass sie das Virus nicht treffe.“ Einige würden ihn sogar daraufhinweisen, dass sie ja gar nicht zur Risikogruppe gehören und damit nicht gefährdet seien. „Doch da machen wir natürlich keinen Unterschied“, betont der Unternehmer, der anonym bleiben möchte. Die Empfehlungen der Handwerksbetriebe gelten für alle – für Kunden als auch für Monteure selbst.

Mehr lesen Sie am Mittwoch, 25. März, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Miriam Schrader 02

Miriam Schrader

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