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Die Sozialdezernentin des Enzkreises Katja Kreeb und die Bundestagsabgeordnete Katja Mast besuchen die Flüchtlinge Suleiman und Hamza (von links) in der Birkenfelder Jugendhilfeeinrichtung „Kaira“. Foto: Seibel
Die Sozialdezernentin des Enzkreises Katja Kreeb und die Bundestagsabgeordnete Katja Mast besuchen die Flüchtlinge Suleiman und Hamza (von links) in der Birkenfelder Jugendhilfeeinrichtung „Kaira“. Foto: Seibel
05.05.2016

Haus „Kaira“ in Birkenfeld: Wichtiger Raum für junge Flüchtlinge

Der 16-jährige Suleiman Ahmad, der in der Jugendhilfeeinrichtung des privaten Trägers „Kaira“ in Birkenfeld lebt, ist vor einem Jahr allein von Syrien nach Deutschland geflohen.

Auch sein 17-jähriger Zimmernachbar Hamza Alhussin kam ohne Begleitung nach Deutschland. Minderjährige Jugendliche, die wie die beiden Syrer ohne ihre Eltern in Deutschland ankommen, werden durch die Landkreise in Obhut genommen. Diese sorgen für ihre Unterbringung und Betreuung. „Vor einigen Monaten hatten wir sehr große Probleme, was die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern betrifft“, sagte Katja Kreeb, Sozialdezernentin des Enzkreises bei einem Besuch der Einrichtung von „Kaira“ in Birkenfeld mit der Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD). Im Zeitraum von November bis Februar habe es knapp 130 Inobhutnahmen gegeben. Normalerweise liege die Zahl bei etwa 15 Jugendlichen, so Kreeb.

Noch immer fehlen nach Angaben der Enzkreis-Verwaltung bei hohen Zuweisungszahlen passende Jugendhilfeplätze. „In der Region gibt es nicht viele Jugendhilfe-Einrichtungen. Da war es für uns ein Glücksfall, dass ,Kaira‘ Mitte Oktober letzten Jahres so schnell entstand“, sagte der Leiter des Enzkreis-Jugendamts Wolfgang Schwaab bei dem Treffen. In dem Haus von „Kaira“ wohnen sieben jugendliche Flüchtlinge verschiedener Nationalitäten in einer Wohngemeinschaft. Sie werden rund um die Uhr betreut. „Die familiäre Unterbringung, in kleinen Einrichtungen ist für die Integration im Ort wichtig“, erklärte Schwaab. Vier der Jungs spielten etwa in örtlichen Vereinen Fußball, sagte Jugend- und Heimerzieher Christian Stefanac, der die Jugendlichen betreut. Mast, die sich bei dem Treffen über die Situation der unbegleiteten Flüchtlinge im Kreis informierte und mit den jugendlichen Flüchtlingen sprach, resümierte: „Das sind motivierte junge Menschen.“ Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.