Pforzheim/Enzkreis. Die anhaltende Hitzewelle sorgt in der Region weiter für eine starke bis extreme Wärmebelastung. Besonders im dicht bebauten Stadtgebiet könnte sich die Lage verschärfen, weshalb die fünf Pforzheimer Gymnasien den Unterricht für viele Klassen deutlich verkürzen. Die Warnsituation dauert bereits den sechsten Tag in Folge an.
Hitzewarnung für die Region
Bis zu einer Höhe von 400 Metern werde eine extreme Wärmebelastung erwartet. In Lagen oberhalb von 400 Metern sei mit einer starken Wärmebelastung zu rechnen. Besonders im dicht bebauten Stadtgebiet von Pforzheim könne sich die Lage zusätzlich verschärfen, da die nächtliche Abkühlung voraussichtlich nur gering ausfällt.
Auch am Dienstag bleibe die Hitzebelastung hoch. Für die Region werde dann eine starke Wärmebelastung erwartet. Die aktuelle Warnsituation dauert bereits den sechsten Tag in Folge an. Zudem wird heute eine hohe UV-Belastung erwartet.
Aktuelle Informationen zur weiteren Entwicklung sind im Internet abrufbar.


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Weniger Unterricht an Pforzheimer Gymnasien
In einer Mail an die Eltern aller Gymnasiasten in Pforzheim hieß es bereits am Montagvormittag, die fünf Pforzheimer Gymnasien hätten gemeinsam vereinbart, dass der Unterricht für die Klassenstufen 5 bis 11 vorerst von Montag bis einschließlich Mittwoch jeweils nach der fünften Stunde ende. Für die Jahrgangsstufe 1 finde der Unterricht nach Plan statt.
Am Theodor-Heuss-Gymnasium werde daran gearbeitet, Klassenarbeiten, die in der kommenden Woche für die sechste bis achte Stunde angesetzt seien, in frühere Unterrichtsstunden zu verlegen. Besonders belastete Klassen würden zudem in klimatisierte Räume verlegt, hieß es abschließend in der Mitteilung.
Am Dienstag wurde ergänzt, dass die Maßnahmen aufgrund aktueller Prognosen und nach Absprache mit den anderen Gymnasialschulleitungen angepasst würden:
Von Mittwoch bis einschließlich Freitag ende der Unterricht für die Klassen 5 bis 11 bereits nach der vierten Stunde. Für Klassenarbeiten nach der vierten Stunde werde an Vorverlegungen gearbeitet.
Der Unterricht der Jahrgangsstufe 1 finde weiterhin nach Plan statt und werde in klimatisierte Räume in der Z32 verlegt.
Welche Auswirkungen die aktuellen Temperaturen sonst auf die Region haben, lesen Sie hier.
Müllabfuhr im Enzkreis
Das Entsorgungsunternehmen PreZero hat auf die hohen Temperaturen tagsüber reagiert: Die Leerung der Mülltonnen im Enzkreis beginnt aus Gründen des Arbeitsschutzes schon vor 6 Uhr morgens, teilt das Landratsamt Enzkreis am Dienstag mit. Alexander Pfeiffer, Leiter des Amts für Abfallwirtschaft, bittet die Bevölkerung, die Mülltonnen während der aktuellen Hitzeperiode bereits am Vorabend bereitzustellen. Die Müllabfuhr beginne meist in den Gewerbegebieten; dort sei der frühere Beginn unproblematisch. „Die Maßnahme wird solange beibehalten, bis es wieder kühler ist“, so Pfeiffer.
Für weitere Fragen rund um das Thema Abfall stehen die Abfallberater unter Tel. 07231 354838 zur Verfügung.
Grillstellen ab sofort gesperrt
Ab sofort dürfen die Feuerstellen auf den eingerichteten Grillplätzen in den Wäldern des Enzkreises nur noch bei geeigneter Witterung genutzt werden; das teilt das Forstamt des Landratsamts Enzkreis mit. Grund sei, dass anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen zu großer Waldbrandgefahr führen.
Für eine möglichst flexible Lösung knüpfe das Forstamt die Sperrung der Grill- und Feuerstellen an den Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dieser könne tagesaktuell für die jeweilige Region auf der Internetseite des DWD eingesehen werden. Ab der Gefahrenstufe 4 (hoch) sei die Nutzung der Grill- und Feuerstellen per Allgemeinverfügung verboten, unterhalb dieser Stufe seidie Nutzung weiter möglich. Aktuell ist die Stufe 4 in weiten Teilen des Enzkreises bereits erreicht. Wie das Forstamt weiter betont, sei die Benutzung mitgebrachter Holz- oder Gasgrills sowie offenes Feuer im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 Metern zum Wald generell verboten – unabhängig vom aktuellen Waldbrand-Gefahrenindex. Zudem bitten die Försterinnen und Förster eindringlich darum, das vom 1. März bis 31. Oktober geltende Rauchverbot im Wald strikt zu beachten; schon eine einzelne glimmende Zigarettenkippe kann zu verheerenden Waldbränden führen.
Verstärkte Kontrollen
Das Rauch- und Grillverbot werde in den nächsten Tagen verstärkt überwacht, wie das Forstamt ankündigt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen geahndet, denn Waldbrände stellen eine akute Gefahr für Waldbesucher und Anwohner dar. Zudem können sie die wertvollen Wälder schädigen oder komplett vernichten.
Die Sperrung gilt bis auf Widerruf – je nachdem, wie sich die Lage entwickelt. Die Allgemeinverfügung zur Sperrung der Feuerstellen auf Grillplätzen ist im vollen Wortlaut unter „Amtliche Bekanntmachungen“ auf der Homepage des Enzkreises zu finden.

