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Ammoniak ist bei Rückbauarbeiten in einer stillgelegten Nöttinger Firma aus einer Leitung ausgetreten. Feuerwehren waren gestern Abend gefordert. © Ketterl
12.07.2011

Hochgiftiges Ammoniak tritt aus still gelegter Firma aus

REMCHINGEN-NÖTTINGEN Wer kennt nicht aus dem Chemie-Unterricht Ammoniak, eine chemische Verbindung aus Stickstoff und Wasserstoff, die stechend riecht, zu Tränen reizt und einem den Atem nimmt? Diese unangenehme Erfahrung mussten am Dienstagnachmittag Arbeiter bei einer Firma an der Tullastraße in Nöttingen machen. Sie waren in dem stillgelegten Betrieb mit Rückbauarbeiten beschäftigt, als aus einem Leck das hochgiftige Gas austrat.

Einer von diesen Arbeitern alarmierte um 16.19 Uhr die Feuerwehr. Die Berufsfeuerwehr Pforzheim rückte mit sechs Spezialfahrzeugen aus. Auch die Remchinger Wehr war mit sieben Fahrzeugen am Ort des Geschehens. Die Einsatzkräfte sperrten das Gelände großräumig ab. Wieviel Ammoniak ausgetreten ist, war bis Dienstagabend unklar. Die Warndurchsagen im Radio, sich nicht im Freien aufzuhalten, bezeichnete die Pforzheimer Feuerwehr als Standard in solchen Fällen. Die Spezialkräfte versuchten zwar, in ihren Chemikalien-Schutzanzügen das Leck rasch abzudichten. Allerdings zogen sich die Arbeiten bis in den Abend hinein. Anschließend wurde das Gebäude belüftet, um die giftigen Dämpfe raus zu kriegen. Angesichts der Hitze kamen die Hilfskräfte in ihrem astronautenähnlichen Outfit gehörig ins Schwitzen. kn

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