760_0900_74635_NOe_Bahnhof_k.jpg
Die Natursteinfassade des historischen Bahnhofs ist fertig. Pläne für neue Bahnsteige sind geschmiedet – und das gleich mit Blick auf einen angedeuteten Kompromiss im Streit um den Ausbau auf 55 oder 76 Zentimeter, den die Bahn aber noch untersuchen will. Foto: Tilo Keller

Höchste Eisenbahn für höhere Bahnsteige in Niefern

Niefern-Öschelbronn. Das Ortsbauamt Niefern-Öschelbronn legt bereits einen Plan für höhere Bahnsteige in Niefern vor. Doch noch prüft die Bahn, ob eine Kombivariante den Höhenstreit lösen könnte.

Würde doch die Bahn so schnell arbeiten wie Ortsbaumeister Franz-Josef Müller im Nieferner Rathaus. Vor einer Woche las Müller in der PZ, dass sich der Bund, das Land Baden-Württemberg und die Bahn im Streit um passende Bahnsteighöhen wie im Fall Niefern auf eine Kompromisslösung verständigt haben. Prompt setzte er den neuen Weg um und arbeitete einen Plan für den Umbau der Einstiege aus. Diese Variante schickte er gleich der Bahn zu. Für seine schnelle Reaktion erhielt Müller viel Lob in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Die Verwaltung und das Ratsgremium machen sich für ebenerdige Einstiege in die Regionalzüge stark. Sie fordern das dafür derzeit nötige 55-Zentimeter-Maß. Die Bahn will jedoch 76 Zentimeter, die für einen ICE geeignet wären, der aber in Niefern nie hält. In dem Hickhack um den geplanten Ausbau bahnte sich der Mittelweg mit Kombi-Bahnsteigen an. Ein Sprecher der DB Regio Baden-Württemberg sagte der PZ, nun werde geprüft, ob der künftig 210 Meter lange Bahnsteig zu einem Drittel auf 55 und zu zwei Dritteln auf 76 Zentimeter hochgesetzt wird. Ortsbaumeister Müller sieht in seinem Bauplan einen 78 Meter langen 55er-Bereich direkt an der Überführung vor – dort sollen auch die neuen Aufzüge installiert werden

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.