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Innerhalb eines Monats ist schon der zweite Eisbrocken in Tiefenbronn vom Himmel gefallen. Dieser hier landete auf dem Dach eines VW Eos.
Innerhalb eines Monats ist schon der zweite Eisbrocken in Tiefenbronn vom Himmel gefallen. Dieser hier landete auf dem Dach eines VW Eos. © Polizei
02.02.2011

In Tiefenbronn regnet es Eisbrocken vom Himmel

TIEFENBRONN. Vom Himmel fallende Eisbrocken sind so selten nicht. Schließlich queren pausenlos Flugzeuge den deutschen Luftraum, und von diesen Maschinen kann sich in der kalten Jahreszeit schon einmal ein Eiszapfen lösen - oder ein Brocken aus gefrorenem Urin aus der Bordtoilette. Dass aber eine einzelne Gemeinde zum häufigen Einschlagsort von Eisbrocken aus dem Himmel wird, ist so etwas wie ein Sechser im Lotto. In Tiefenbronn zum Beispiel lebt es sich im Februar recht gefährlich, denn hier kracht mit relativer Häufigkeit das Eis von oben bevorzugt auf Häuser und, wie am vergangenen Dienstag, auf Autos.

Um 13:35 Uhr vernahm die Besitzerin eines VW Eos einen lauten Schlag. Danach stellte sie eine Beschädigung auf dem Dach ihres Autos fest. Als Ursache für die Einschlagdelle wurde ein Eisbrocken ausgemacht, der vom Himmel gefallen sein musste. Am Fahrzeug entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro.

Das Kuriose dabei: Dies war in Tiefenbronn bereits der zweite Eisbrocken-Vorfall innerhalb eines Monats. Aber diese beiden Ereignisse sind keine Ausnahmefälle.

Ein ganz besonders großes Medieninteresse weckte ein Klumpen aus gefrorenem Urin, der vor fast genau 13 Jahren aufs Dach eines Hauses an der Liebeneckstraße krachte. Der Hausbesitzer hatte gerade an seiner Dachisolation gearbeitet, als ihn ein dumpfer Knall aufschreckte. Ein etwa zehn Zentimeter großer Brocken hatte seine Spuren auf dem Dach hinterlassen. Fünf Jahre zuvor war schon einmal ein Klumpen mit den gefrorenen Hinterlassenschaften von Flugzeugpassagieren auf eben jenes Hausdach gestürzt. Das ist dann schon so etwas wie ein Lotto-Sechser mit Superzahl.

Dabei hatten die Tiefenbronner Eisbomben-Opfer noch Glück im Unglück, denn es entstand nur Sachschaden. Mitte Dezember 1996 hätten vom Himmel fallende Riesenklumpen bei Salzburg fast Todesopfer gefordert. Ein Fäkalien-Eisbrocken mit einem Durchmesser von über einem halben Meter landete in einem Garten dicht neben zwei spielenden Kindern. tok

 

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