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So soll der Gebäudekomplex an Lehningens Mühlhausener Straße aussehen: Im Gebäude vorn gibt es „Emilia“, eine Art betreute Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige, darüber kommen seniorengerechte Wohnungen. Hinten links ist der soziale Wohnungsbau vorgesehen, im rückwärtigen Bereich werden Doppelhaushälften gebaut. Insgesamt entstehen 14 Wohneinheiten und sechs Pflegeplätze bei „Emilia“. Die Tiefgarageneinfahrt wird nach Einwänden anders aussehen. Grafik: archlab 

Innovatives Bauprojekt: Alleskönner für Wohnen und Pflege

Tiefenbronn-Lehningen. Planverfahren zu einem spannenden Vorhaben in Lehningen ist eingeläutet. Entstehen soll Wohnraum für Pflegefälle, Bedürftige und für Familien gleichermaßen.

Die Vorfreude bei Tiefenbronns Gemeinderäten ist groß. Schon seit Längerem wird der Plan für eine Bebauung in einer Brache im Ortsteil Lehningen gewälzt, der viele Bedürfnisse auf einmal abdecken soll. Gemeinsam mit der Baugenossenschaft Sindelfingen und der Stiftung „Innovation und Pflege“ entstehen betreute Wohnungen unter dem Motto „Eigenständig miteinander leben im Alltag“, kurz Emilia. Pflegebedürftige Senioren leben in einer Art Wohngemeinschaft mit einer festen Betreuungsperson zusammen. Pflegerische Angebote würde Tiefenbronns Krankenpflegeverein sorgen, so Bürgermeister Frank Spottek. Auf dem Areal an der Mühlhausener Straße werden aber auch weitere seniorengerechte Wohnungen, Doppelhaushälften, die für Familien interessant wären, und Sozialwohnungen gebaut.

„Wenn das Projekt fertig ist, können wir darauf richtig stolz sein“, sagte CDU-Fraktionschef Stefan Kunle, der sich mit anderen Räten ein bereits vollendetes Emilia-Projekt in Nagold angeschaut hat. Kunle drückte damit die Stimmungslage in allen Fraktionen aus. Manchen kann es mit der Realisierung nicht schnell genug gehen. Florian Jost (Liste Mensch und Umwelt) fragte, ob man auf das Bebauungsplanverfahren im Ortsinneren nicht verzichten könnte. Schließlich haben Architektin Petra Gerhardt und Baugenossenschaftsvorstand Christian Zeisler den Bauantrag „fast fertig“, wie sie sagen. Dafür sei das Projekt dem Baurechtsamt beim Enzkreis zu komplex, sagte Bauamtsleiterin Manuela Krentzel. Dafür habe man ein beschleunigtes Verfahren gewählt. Mehr dazu lesen Sie in der „Pforzheimer Zeitung“ am Freitag.

Alexander Heilemann

Alexander Heilemann

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