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Ihren Deutz haben Egon Knebel aus Langenalb (links) und Siegfried Krämer aus Ellmendingen komplett auf Vordermann gebracht, gewartet und zuletzt lackiert und poliert. Für die Fahrt nach Sizilien steht das Gefährt mit dem Baujahr 1979 wie neu da.  Fotos: Moritz 
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Die Route haben sie an den Wohnwagen geheftet. 
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Los geht es in Langenalb: Die beiden Freunde sitzen hintereinander in dem Traktor, der den Namen Robert trägt. 

Ins Abenteuer mit Tempo 25: Zwei Freunde fahren mit altem Traktor nach Sizilien

Straubenhardt-Langenalb. Die Liebe zu ihrem 40 Jahre alten Gefährten Robert tragen der Langenalber Egon Knebel und der Ellmendinger Siegfried Krämer nicht nur auf den T-Shirts, auf denen sie mit frechem Spruch ihren Deutz-Traktor feiern. Zuletzt haben sie Robert komplett auseinandergeschraubt und wieder zusammengebaut.

Glänzend steht das Gefährt, Baujahr 1979, in Langenalb, dem Startpunkt ihrer rund 2500 Kilometer weiten Fahrt nach Palermo auf Sizilien. Und dann geht es wieder zurück. 30 PS aus zwei Zylindern sollen den 65-jährigen Knebel und den 67-jährigen Krämer damit noch mal deutlich weiter tragen, als bei ihrer letzten großen Fahrt 2017 nach Mallorca. Und das Ganze höchstens mit Tempo 25. Es ist diese Langsamkeit, die für die beiden die Faszination dieser Reise ausmacht.

In gemächlicher Fahrt lernt man Menschen ganz anders kennen, erlebt Abenteuer. Beim letzten Mal etwa hatte sich das Duo im Straßengewirr von Barcelona verirrt. Kurzerhand hatte sich aber die Polizei eingeklinkt. Die Nordschwarzwälder und ihr Traktor wurden ganz amtlich zurück auf ihre Route eskortiert. Dieses Mal erwarten die beiden Spannung zum Beispiel, wenn es über die Alpen geht. Der Deutz soll dann etwa den Flüelapass bei Davos in der Schweiz bewältigen – falls das kalte Maiwetter keine schneebedingte Sperrung mit sich bringt. „Aber der Traktor schafft den Anstieg so schnell wie die Fahrt nach unten“, ist Knebel überzeugt. Der kleinen Übersetzung des Getriebes sei Dank. Mit den Maschinen kennt sich der Langenalber aus. Als langjähriger Chef der Firma Knebel Nutzfahrzeuge in Feldrennach weiß er, wo er Hand anlegen muss – und er hat auch Erfahrung am Steuer von schweren Sattelzügen, die ähnlich kompliziert zu manövrieren sind wie das ungewöhnliche Gespann mit dem Wohnanhänger am Deutz-Traktor.

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