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Erfolgreicher Protest: In Wiernsheim wurde per Bürgerentscheid ein Baugebiet verhindert. Das verschärft aber die Situation für Bauwillige im Ort.  Foto: Hepfer 

Interessensgruppe gegen Wiernsheimer Neubaugebiet weist Vorwürfe zurück

Wiernsheim. Der Wiernsheimer Gemeinderat will in seiner Sitzung am Mittwochabend festlegen, wann und wie der Bürgerentscheid über den Bebauungsplan „Mühlackerstraße“ über die Bühne gehen soll. Vorgeschlagen ist bereits Sonntag, 28. Juni.

In die Wege geleitet wurde das Verfahren durch die Unterschriftensammlung einer Bürgerinitiative (BI), die den bereits mehrheitlich von den Ratsmitgliedern getroffenen Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans ablehnt (PZ berichtete). Doch je näher die Abstimmung rückt, desto schärfer wird offenbar der Ton zwischen den Interessensgruppen in der Heckengäugemeinde.

Die „Vertrauensfrauen“ der Wiernsheimer BI, Diana Meichel und Regine Blessing, wehren sich nun in einer Presseerklärung gegen Vorwürfe der Gegenseite, die Bürgergruppe würde auf Verzögerungstaktik setzen. Die BI hält in ihrem Schreiben fest, dass es bei dem Verfahren kaum etwas bringen würde, auf Zeit zu spielen. Überhaupt habe der Zeitdruck von Anfang an auf den Schultern der BI gelastet, die innerhalb von drei Monaten die für ein Bürgerbegehren erforderlichen Unterschriften sammeln musste, um damit einen Bürgerentscheid zu ermöglichen. Zusammengekommen waren am Ende 736 Unterschriften. Insofern habe man natürlich auch „kein Problem mit der Verzögerung eines Verfahrens, das wir mit unserem Bürgerentscheid stoppen möchten“, heißt es wörtlich in dem Schreiben. Beim Urnengang benötigt die BI mindestens ein Votum von 20 Prozent aller Stimmberechtigten, um den Ratsbeschluss zu kippen.

Mehr über die Wiernsheimer Bürgerinitiative lesen Sie am Mittwoch, 6. Mai 2020, in der „Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker)“ oder im E-Paper auf PZ-news.