Enzkreis. Um Kinder und Jugendliche buchstäblich von der Straße zu holen und einen weiteren Baustein zur Integration zu leisten, rücken Jugendhäuser immer stärker in den Fokus. Die PZ erläutert, weshalb die Einrichtungen so wichtig sind.
Wie viele Jugendhäuser gibt es im Enzkreis?
Aktuell 26, erläutert Kreisjugendpflegerin Carolin Bauer. In elf Einrichtungen sind Jugendreferenten für die Betreuung der Teenager und Heranwachsenden angestellt. Acht Jugendhäuser werden überwiegend selbstverantwortlich von Jugendlichen geleitet. Diese werden jedoch von hauptamtlichem Personal beraten und begleitet. Vier der Einrichtungen sind in Kommunen, die an der vom Landkreis angeregten Initiative „Bildungsregion Enzkreis“ teilnehmen und dabei von einem Jugendsozialarbeiter vor Ort unterstützt, begleitet und beraten werden. Sieben der Jugendhäuser werden von Ehrenamtlichen geleitet.
Wie steht es generell um die Jugendarbeit im Enzkreis?
Insgesamt sei der Landkreis gut abgedeckt, was die Jugendarbeit angeht. Die Verantwortlichen in den Kommunen des Enzkreises wissen laut Bauer weitestgehend, worauf es bei der Jugendarbeit heutzutage ankommt und wie wichtig diese gerade für den ländlichen Raum ist.
Wo fehlt es an Angeboten für Jugendliche?
Überall da, wo es Jugendliche gibt, ist es wichtig, deren Belange aufzunehmen, so Bauer. Außerdem ist ein Jugendhaus nicht gleichzusetzen mit Jugendarbeit. In manchen Kommunen würde der Betrieb eines Jugendhauses die Jugendlichen nicht erreichen, so dass es dort wichtiger sei, die Jugendlichen und Jugendgruppen auf der Straße anzusprechen. Primär gehe es darum, eine Beziehung zu den Jugendlichen aufzubauen, um dann gemeinsam Ideen umzusetzen und Projekte zu initiieren. Ein bedarfsorientiertes Angebot für Kinder und Jugendliche sei ein wichtiger Standortfaktor für Gemeinden im ländlichen Raum.
Mehr über die Jugendhäuser im Enzkreis. lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ (Ausgabe Mühlacker) oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

