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Harry Wörz
Harry Wörz
04.02.2016

Justizminister Stickelberger: „Kann nicht in laufenden Fall Wörz eingreifen“

Bei seinem Besuch im Gasometer in Pforzheim hat Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) den Fall Harry Wörz als Drama in einem jahrelangen Gerichtsmarathon bezeichnet. In das laufende Zivilverfahren vor dem Landgericht Karlsruhe um höhere Entschädigungen für den Gräfenhäuser könne er „allerdings nicht eingreifen“.

Der Hausarzt von Wörz hatte Ende Januar den Justizminister, zudem Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), in einem Brief aufgefordert, als „oberster Dienstherr der Generalstaatsanwalt den Prozess durch eine ernst gemeinte Abfindung zu beenden“. Außerdem solle sich der Minister bei Wörz entschuldigen. Stickelberger sagte, zurzeit liefen „erneut Vergleichsverhandlungen“ – „da geht es um einen namhaften sechsstelligen Betrag.“ Wie die PZ berichtete, lehnte Wörz im Juli 2015 ein Angebot des Landes ab. Die Verhandlungen gingen weiter. Wörz will einen höheren Verdienstausfall erstreiten. Er verlangt zudem einen Ausgleich für Einrichtungen aus seiner haftbedingt aufgelösten Wohnung und eine bessere Rentenregelung.

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