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Zwischen der Kelterner Johannes-Kepler-Grundschule und der Schule am Winterrain aus Ispringen soll es am Standort Dietlingen im Rahmen des Inklusions-Bündnisses zu einer Zusammenarbeit kommen.  Fotos: PZ-Archiv 

Keltern strebt Kooperation mit Winterrain-Schule an - Enzkreis sieht gute Chancen für Projekt am Dietlinger Speiterling

Das Ergebnis fiel am Dienstagabend bei der Ratssitzung in der Mehrzweckhalle in Weiler einstimmig aus. Das Prinzip der Einmütigkeit ist wichtig, wie zuvor seitens der Kreisverwaltung Frank Stephan, der zuständige Dezernent für Finanzen und Service, ausgeführt hatte. Der Experte unterstrich, dass bei einem solch anspruchsvollen Projekt von Anfang an alle Seiten an einem Strang ziehen müssten. Sei das nicht der Fall, oder müssten gar erkennbare Widerstände überwunden werden, solle man sich erst gar nicht auf den weiteren Weg begeben. In der Tat sieht das in Keltern aber völlig anders.

Das drückt sich nicht nur im einmütigen Beschluss des Gemeindesrats aus, sondern auch in der Anerkennung Stephans, der Bürgermeister Steffen Bochinger bescheinigte, von der ersten Stunde an offensiv eine Kooperation beworben zu haben. Hinzu kämen, so der Dezernent, dass in Keltern nicht nur politisch, sondern auch räumlich alle Voraussetzungen gegeben seien. Überdies sei klar, dass Schulleitung und Lehrergremium hinter der Kooperation stünden.

Zuvor bereits hatte der Rathauschef die Initiative in einen größeren Zusammenhang gestellt. Keltern wolle an einem Standort arbeiten, der für Menschen mit Einschränkungen bestmögliche Voraussetzungen biete. Das zeige sich nicht nur daran, dass sich die Gemeinde kooperativ bei der Schaffung einer Werkstatt für Behinderte durch die Lebenshilfe im Kelterner Teil des interkommunalen Gewerbegebiets Dammfeld gezeigt habe, sondern auch an manch anderem Schritt. Bochinger erinnerte daran, dass aus dem Leitbildprozess heraus ein kommunaler Inklusionsbeirat eingerichtet worden sei. Damit komme Keltern in Baden-Württemberg eine Vorbildfunktion zu. Auch sei das Thema Inklusion am Schulstandstandort Dietlingen nicht neu. Dort habe es früher bereits eine Kooperation mit der Anna-Bertha-Königsegg-Schule, einem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum, aus Pforzheim gegeben. Die Zusammenarbeit habe damals nur deswegen nicht fortgesetzt werden können, weil das die Schülerzahlen nicht mehr hergegeben hätten.

Vorgelegt wurde ein Zehn-Punkte-Plan, der die Grundlagen der Kooperation beschreibt. Darin ist auch geregelt, dass sich der Kreis an den Kosten beteiligt.