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Optimistische Partner: Bürgermeister Heiko Faber (links) hat mit Jan Doganci einen Pächter für den „Kronenkeller“ gefunden. Rechts: Das alte „Kronenschulhaus“ von außen. Foto: Hepfer (2), Martin Schott/Archiv
Optimistische Partner: Bürgermeister Heiko Faber (links) hat mit Jan Doganci einen Pächter für den „Kronenkeller“ gefunden. Rechts: Das alte „Kronenschulhaus“ von außen. Foto: Hepfer (2), Martin Schott/Archiv
24.11.2015

Kieselbronn: „Kronenkeller“ wird Restaurant - Regionale Spezialitäten

Küchenchef Jan Doganci will eine gastronomische Lücke in Kieselbronn schließen. Der erste Pächter in der alten, gemeindeeigenen „Kronenschule“ setzt auf regionale Spezialitäten. Vom Rostbraten mit Spätzle bis zu Apfelküchle und Flädles-Suppe.

Dass es in der Gemeinde Kieselbronn offenbar gastronomischen Nachholbedarf gibt, hat schon der Feuerwehreinsatz der „Kochprofis“ von RTL II mit den Sterneköchen Mario Kotaska, Ralf Zacherl und Martin Baudrexel vor ein paar Jahren gezeigt. Im Mai 2015 machte nun auch das traditionsreiche Gasthaus „Hirsch“ nebst Metzgerei dicht, weil die Eigentümerfamilie Fegert den Betrieb altershalber nicht mehr stemmen konnte. Seitdem steht der „Hirsch“ zum Verkauf.

„Uns fehlt noch ein gutbürgerliches Lokal der etwas gehobenen Kategorie, in dem man schick essen gehen kann“, hatte Bürgermeister Heiko Faber vor einigen Monaten geklagt. Mittlerweile dürfte sich seine Stimmung gebessert haben. Denn für das Kellergewölbe im alten, gemeindeeigenen Kieselbronner Kronenschulhaus an der Ecke Hauptstraße/Walterstraße gibt es mit Jan Doganci seit kurzem einen Pächter. Den ersten überhaupt, seit die aufwendige Renovierung des historischen Fachwerkhauses im Jahr 2012 abgeschlossen wurde.

Doganci ist als Koch in der Region kein Unbekannter. Vor einigen Jahren führte er die „Goldene Geige“ in Pforzheim, bevor er als Koordinator in die Küche eines Großunternehmens nach Böblingen wechselte. Dort ist der 57-Jährige auch weiterhin beschäftigt. Den „Kronenkeller“ will er als Nebentätigkeit an vier Wochentagen von Donnerstag bis Sonntag betreiben. „Ich bin nicht der Typ, der abends oder in seiner Freizeit nur vor dem Fernseher sitzt“, sagt Doganci. „In meinen 35 Jahren als Koch bin ich einen bestimmten Rhythmus gewohnt und muss was tun.“ Das kann er nun im „Kronenkeller“, in dem es sogar einen Speiseaufzug und Platz für knapp 40 Gäste gibt. Eröffnen wird das neue Restaurant am Donnerstag, 3. Dezember, um 17 Uhr. „Ich habe mich sofort in die Keller-Atmosphäre verliebt“, gesteht Doganci, der dort vor allem auf regionale Spezialitäten setzen will. Dazu gehört der badisch-schwäbische Rostbraten genauso wie Wildgerichte, Fisch, Flädles-Suppe oder Apfelküchle.

Dem Kieselbronner Bürgermeister ist jedenfalls ein Stein vom Herzen gefallen, dass die leerstehenden, aber unpraktischerweise eher kleingeschnittenen Räumlichkeiten wieder mit Leben gefüllt werden. Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.