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Pfarrer Reinhard Ehmann freut sich, dass das Angebot der täglich für Besucher zur stillen Einkehr geöffneten evangelischen Kirchen Sankt Stephan in Nußbaum so gut angenommen wird.  Foto: Dietrich 

Kirchen als Orte zum Auftanken entdeckt: Angebot der offenen Kirche wird in Neulingen gut angenommen

Neulingen. Bereits während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020, als keine Gottesdienste mehr abgehalten werden konnten, hatte der Kirchengemeinderat beschlossen, dass die evangelischen Kirchen der Doppelkirchengemeinde Sankt Stephan in Nußbaum und Sankt Wolfgang in Sprantal täglich für Besucher zur stillen Einkehr geöffnet werden. Mit den beleuchteten Christbäumen und den ausgestellten Krippen werden sie zurzeit sehr gut besucht. Wie einst der Stern von Bethlehem, leuchtet ein großer Stern über dem Eingang der Pforte in Nußbaum den Besuchern den Weg.

In den Kirchen besteht die Möglichkeit, zur persönlichen Besinnung Gedanken und Gebete in ein Buch niederzuschreiben. „Es wurden über 70 Teelichter entzündet, 100 Jahreslosungskarten, 150 Weihnachtskerzen und 20 Sternsinger-Mitbringsel mit nach Hause genommen“, berichtet Gemeindepfarrer Reinhard Ehmann. Er freut sich, dass das Angebot der offenen Kirchen so gut angenommen wird.

Es gibt sehr dankbare Besucher, die fast täglich zu einer stillen Einkehr in die Gotteshäuser kommen. Nachdem jüngst der Innenraum des Nußbaumer Kirchenschiffes für 105.000 Euro und die Orgel aus dem Jahre 1893 für 40.000 Euro saniert wurden, konnte wegen Corona noch keine Wiedereinweihung erfolgen, was Ehmann sehr bedauert.

Zu den Gottesdienstzeiten läuten die Glocken und Ehmann, mit Leib und Seele Pfarrer, sitzt in den Gotteshäusern. „Wir beginnen, unsere Kirchen als Orte zu entdecken, in denen du auch unter der Woche grad so mal hinkannst und auftanken“, betont der Gemeindeseelsorger.

„Bei den niedergeschriebenen Gedanken und Gebeten ist häufig Dankbarkeit für die geöffneten Kirchen zu finden“, sagt er. „Deshalb hat der Kirchengemeinderat beschlossen, dass unsere Kirchen weiterhin täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet und erstmals bis Maria Lichtmess weihnachtlich geschmückt bleiben.“ Bisher war es Tradition, dass nach Dreikönige Christbäume und Krippen entfernt wurden.