Knittlingen. Ein spektakulärer Unfall hat sich am Montagmorgen auf der Kreisstraße zwischen Knittlingen und Freudenstein ereignet: Ein Klein-Lkw hatte eine Leitplanke durchbrochen und war erst nach 15 Metern auf einem zugefrorenen See zum Stehen gekommen.
Zu einem spektakulären Unfall ist es am Montagmorgen gegen 8 Uhr zwischen Knittlingen und Freudenstein gekommen. Laut Polizei hat der Fahrer eines Kleinlastwagens auf der spiegelglatten Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren und durchbrach die Leitplanke. Das Fahrzeug blieb auf einem zugefrorenem See stehen.
Der Mann war kurz nach 08 Uhr in Richtung Knittlingen unterwegs, als er bemerkte, dass sich an seinem Fiat Ducato die Fahrertür geöffnet hatte. Hierdurch abgelenkt geriet er mit seinem
Lieferwagen zunächst zu weit nach rechts und kam dann beim Gegensteuern nach links von der Fahrbahn ab. In der Folge durchbrach er die Leitplanke und blieb schließlich auf dem angrenzenden und zu Eis gefrorenen See stehen.
Er konnte sich selbst befreien und rannte zurück zum Ufer. Nachdem die Rettungskräfte alarmiert waren, wurde er vor Ort vom DRK betreut. Er erlitt laut Polizei leichte Verletzungen, ins Krankenhaus gebracht werden musste er glücklicherweise nicht.

Transporter landet auf gefrorenem See - schwierige Bergung - Teil 1
Die Bergung des Wagens gestaltet sich allerdings schwieriger: Das Eis sei zwar laut Feuerwehr noch so stark, dass es den Transporter halten könne, jedoch benötigen die Floriansjünger ein spezielles Kranfahrzeug, um den Wagen wieder an Land zu ziehen. Dieses wurde eigens von der Feuerwehr Pforzheim angefordert. Bis der Kranwagen vor Ort war, zogen die Feuerwehrleute den Fiat mit einer Art Handkurbel näher ans Ufer.

Transporter landet auf gefrorenem See - schwierige Bergung - Teil 2
Laut Feuerwehr war es besonders wichtig, den Wagen schnellstmöglich von der Eisfläche zu entfernen, da es sich bei dem See um ein Wasserschutzgebiet handelt. Das Auslaufen von Kraft- und Mineralstoffen musste unbedingt vermieden werden. Bei dem Transporter entstand laut eines Fachmannes vom ADAC, der das Auto abschleppte, ein Totalschaden, den die Polizei auf rund 10.000 Euro beziffert.
Die Feuerwehr Knittlingen war mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort, später erhielten sie Unterstützung durch ihre Pforzheimer Kollegen. Die Kreisstraße war während der Bergungsmaßnahmen voll gesperrt.



