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Bauern im Enzkreis sind sauer auf die Bundesumweltministerin.  Foto: Hepfer 

Landwirte wie Thilo Keller aus Ölbronn protestieren gegen Umweltministerin

Ölbronn-Dürrn/Enzkreis. Schon seit mehreren Monaten schwelt der Disput zwischen Bundesumweltministerin Svenja Schulze und den Landwirten. Äußerungen der SPD-Ministerin auf der Bundespressekonferenz zur Lage der Natur haben nun offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht. Denn Schulze warf der Bauernschaft quasi vor, die Alleinschuld am Verlust der Artenvielfalt in Flora und Fauna zu tragen, weil zu viel Dünger und Pestizide verwendet würden. Für diesen Donnerstag hat daher die Interessengemeinschaft von Landwirten mit dem Namen „Land schafft Verbindung Deutschland“ (LSV) bundesweite Proteste gegen die Ministerin angekündigt.

Daran beteiligt sind auch Landwirte aus dem Enzkreis wie Thilo Keller aus Ölbronn, der sich mit seinem Betrieb, dem Spatzenhof, auf Milchwirtschaft spezialisiert hat.

„Niemand bestreitet, dass die Landwirtschaft Auswirkungen auf die Umwelt hat“, sagt der 26-Jährige. „Es kann aber doch nicht sein, dass die alleinige Schuld für das Insektensterben oder die Wasserverschmutzung uns zugeschrieben wird“, empört sich Keller, dass man eine ganze Branche an den Pranger stelle und diffamiere.

Erschwerend käme hinzu, dass die Bundesumweltministerin jegliche Gesprächsversuche abblocke, so der Ölbronner Landwirt. Deshalb hat sich die LSV-Gruppe dazu entschlossen, bundesweit gegen die Umweltministerin zu demonstrieren. So werden Thilo Keller und einige Kollegen am Donnerstag um 11 Uhr eine Protestnote mit Rücktrittsforderung an Ministerin Svenja Schulze und ihren Staatssekretär Jochen Flaßbarth im Pforzheimer Wahlkreisbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast übergeben.

Den ganzen Bericht lesen Sie am Donnerstag, 28. Mai, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.

Peter Hepfer

Peter Hepfer

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