760_0900_121864_IMG_6270.jpg
Weniger Verkehr, mehr Barrierefreiheit und mehr Aufenthaltsqualität: Darum geht es unter anderem beim Förderprojekt für bessere Ortsmitten. Im Bild: der Dorfplatz beim Spritzenhaus in Dietlingen. Archiv foto: Marx 

Lebenswerte und barrierefreie Ortsmitten: Pilotprojekte in Keltern und Remchingen

Stuttgart/Keltern/Remchingen. 20 Modellkommunen haben unter über 70 Bewerbungen den Sprung ins Programm für lebendige Ortsmitten geschafft. „Die Wahl fiel der Jury nicht leicht, denn es gab wirklich hochwertige Bewerbungen“, unterstrich Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Montag bei der Bekanntgabe der Förderkommunen.

Es solle, so der Minister, beispielhaft gezeigt werden, wie Ortsmitten wieder in lebendige Plätze der Begegnung umgewandelt und zu Treffpunkten für eine gelebte Gemeinschaft werden können. Das Programm „Ortsmitten – gemeinsam barrierefrei und lebenswert gestalten“ wurde unter Federführung des Ministeriums für Verkehr gemeinsam mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie dem Ministerium für Soziales und Integration konzipiert. Ziel sei, so Hermann, „bis 2030 500 lebendige und verkehrsberuhigte Ortsmitten in Baden-Württemberg zu schaffen“. Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (CDU), freute sich vor allem über die zahlreichen Bewerbungen kleinerer Kommunen: „Attraktive Ortskerne sind Kristallisationspunkte für die Dorfgemeinschaften.“ Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration (Grüne), betonte insbesondere die Bedeutung lebendiger Ortsmitten für ältere Menschen. „Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig es ist, auch im unmittelbaren Wohnumfeld eine barrierefreie Infrastruktur und soziale Angebote vorzufinden.“

In den ausgewählten Städten und Gemeinden werden Verwaltung, Politik, Vereine, Verbände und Bürgerschaft gemeinsam Vorschläge für eine lebenswerte und barrierefreie Gestaltung der Ortsmitte erarbeiten und diskutieren. In einem dialogorientierten Prozess wird ein Planungsleitbild entwickelt. Für Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger schließt sich die Konzeption nahtlos an den in Keltern unter Bürgerbeteiligung erfolgten Leitbildprozess an.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 24. November, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.