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30.01.2009

Legionellen im Duschwasser: Ispringer Hallenbad geschlossen

ISPRINGEN. Das Hallenbad in Ispringen ist seit Freitag geschlossen. „Im Rahmen einer routinemäßig durchgeführten Probe wurde im Wasser der Damendusche eine Belastung mit dem Bakterium Legionella pneumophila nachgewiesen, die über dem Grenzwert liegt“, erklärt Horst Gabel, Hauptamtsleiter im Ispringer Rathaus.

Die Probe war am 19. Januar entnommen und zwischenzeitlich im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe untersucht worden. Das Bakterium, das zur Gattung der Legionellen zählt, kann eine als „Legionärskrankheit“ bekannt gewordene schwere Lungenentzündung hervorrufen.

Warmes Wasser ist der bevorzugte Lebensraum der Bakterien. Anstecken kann man sich, wenn man fein verteilte Wassertröpfchen einatmet, die Legionellen enthalten. Krankheitsfälle seien in Ispringen keine bekannt geworden.

Den Legionellen im Duschwasser des Schwimmbads wird nun mit einer sogenannten „thermischen Desinfektion“ zu Leibe gerückt. „Dazu wird das Wasser in den Leitungen auf 60 Grad Celsius erhitzt“, erklärt Gabel. Eine so hohe Temperatur vertragen die Bakterien nicht und sterben ab. Üblicherweise beträgt die Wassertemperatur beim Austritt aus dem Duschkopf lediglich 38 bis 39 Grad Celsius.

Der Erfolg der Desinfektion wird mit neuerlichen Probeentnahmen überprüft. „Wenn diese Proben ergeben, dass die Desinfektion erfolgreich durchgeführt wurde, kann das Hallenbad wieder geöffnet werden“, sagt Horst Gabel. Man rechne damit, dass das Ispringer Hallenbad bis zum 10. Februar geschlossen bleibt.