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Der Betrieb des Wildbader Hallenbades ist vorerst eingestellt worden.
Der Betrieb des Wildbader Hallenbades ist vorerst eingestellt worden.
16.08.2017

Legionellen-Alarm im Hallenbad in Bad Wildbad

Bad Wildbad. Das Bad bleibt vorerst geschlossen. Die Abteilung Gesundheit und Versorgung des Landratsamtes ließ Bad Wildbad keine andere Wahl, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass das städtische Hallenbad in einem baulich bedenklichen Zustand ist. Bereits im Jahr 2001 stellte ein Gutachten fest, dass das Bad einer Generalsanierung unterzogen werden muss.

Die schwierige Haushaltslage ließ diese Millioneninvestition aber nicht zu. Das Bad wurde seither im Bestand weiterbetrieben, um eine Schließung zu vermeiden. Das ging auch viele Jahre gut. Die Nutzer mussten zwar mit der schlechten Bausubstanz leben, der Badebetrieb für die Schulen und den Schwimmverein konnte aber aufrechterhalten werden.

„In den vergangenen Wochen haben sich jedoch die technischen Defekte gehäuft“, heißt es weiter. Aktuell gab es einen Chlorgasunfall, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam. Es bestehen aber gravierende Sicherheitsbedenken seitens der Aufsichtsbehörden, was den Zustand der technischen Anlagen betrifft. Die Fachleute der Stadt waren sich einig, dass man einen Betrieb des Bades so nicht mehr verantworten kann. Das umgehend eingeschaltete Gesundheitsamt hat nun mitgeteilt, dass in einer Filteranlage Legionellen festgestellt wurden. Somit bestehen erhebliche Sicherheitsbedenken, um das Bad weiter betreiben zu können. Die Stadt wurde aufgefordert, ein Sachverständigengutachten über die Sanierung der relevanten technischen Anlagen des Bades einzuholen.