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Krücken braucht Horst Müller (vorne, 2. von links), aber er verlässt die RKH Klinik Neuenbürg auf eigenen Beinen. Dank der tollen Behandlung, findet er. Doch der Mann ist gleichzeitig der letzte stationäre Patient in dem kleinen Krankenhaus, das Ende des Monats ganz geschlossen wird. Die Bettenstationen und OPs sind schon jetzt leer. Deshalb wird Müller nicht nur vom Ärztlichen Direktor Dr. Marc-Alexander Heder (vorne links) und seinem Operateur Dr. Marcus Antonius Vogel (vorne 3. von links) verabschiedet – sondern von der ganzen Belegschaft. Die Beschäftigten müssen derzeit viele Abschiede und letzte Male verkraften.
heilemann
Region
Letzter Patient verlässt die Klinik: Mit Tränen und Tapferkeit endet in Neuenbürg eine Ära

Neuenbürg/Mühlacker. Horst Müller hat in Neuenbürg eine Knieprothese erhalten. Das war die letzte OP, der letzte stationäre Aufenthalt. Die Bettenstationen in den oberen Stockwerken sind nun leer. Der Operationsbereich, zentral für eine Kliniik mit orthopädisch-chirurgischem Schwerpunkt, ist ausgeräumt. Im Erdgeschoss läuft der Umbau für die ambulante Zukunft. Auch die vertrauten Ärzte werden dort weiter Sprechstunden haben. Operiert wird aber künftig in Mühlacker. Der Abschied für Müller als letzten stationären Patienten ist deshalb emotional. Die Beschäftigten, die medizinischen Teams haben schon viele letzte Male zu verkraften gehabt. Und viele Abschiede stehen noch an. Die Tränen sind immer nahe.

Horst Müllers Taxi lässt auf sich warten. Es soll ihn zur Reha auf den Dobel bringen. Den Weg dorthin wird er nicht im Rollstuhl zurücklegen, sondern auf den eigenen Beinen. Darauf ist der bald 86-Jährige vom Pforzheimer Arlinger stolz. Schließlich ist

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