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Mächtig wirkt das terrassenförmige Neue Eberhardsbad zwischen Palais Thermal (links) und Rathaus. Der Bau ist vielen ein Dorn im Auge. Fotos: Biesinger/Archiv
Mächtig wirkt das terrassenförmige Neue Eberhardsbad zwischen Palais Thermal (links) und Rathaus. Der Bau ist vielen ein Dorn im Auge. Fotos: Biesinger/Archiv
13.05.2019

Lösung für Bad Wildbad: Staatsbadvision weiter in der Schwebe

Bad Wildbad. Seit über zwei Jahren liegt dem baden-württembergischen Finanzministerium das „Staatsbad-4.0-Konzept“ von Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack vor. Die Vision sieht eine Neuordnung der Staatsbad-Liegenschaften vor und könnte die touristische Struktur der Kurstadt komplett verändern (siehe gesonderten Artikel). Spätestens seit der Schließung des Hallenbads in der Paulinenstraße wird eine Lösung von der Bevölkerung sehnsüchtig erwartet.

Ein Dorn im Auge ist sowohl der Stadt als auch dem Land das terrassenförmige Neue Eberhardsbad (NEB), das größtenteils leer steht. Würde es abgerissen, entstünde mitten in der Stadt eine riesige Baulücke, im Falle eines Neubaus eine ebenso große Baustelle. Alle Versuche das ehemalige Kurmittelhaus zu beleben, sind bisher gescheitert.

Da es sich bei Kurhaus, NEB und Vitaltherme um landeseigene Gebäude handelt, müssen das Ministerium und letztlich der Landtag entscheiden, wie mit den Liegenschaften umzugehen ist. Doch das Finanzministerium lässt sich Zeit. „Das Land prüft aktuell mehrere Modelle hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, eines davon ist das von Herrn Bürgermeister Mack angesprochene Konzept“, so Antje Mohrmann, Sprecherin des Ministeriums in Stuttgart auf Anfrage der PZ. Derzeit könne daher keine Aussage zu einer belastbaren Planung oder Kostenermittlung gemacht werden, erklärt sie weiter.

Doch es gibt noch weitere Liegenschaften in Bad Wildbad, die sich im Besitz des Landes befinden. Die Ladenzeile am Kurpark beispielsweise. Mit deren Instandsetzung möchte das Land 2020 beginnen, so Mohrmann. Ebenfalls sei im kommenden Jahr geplant, eine mögliche Sanierung der „Villa Rosa“ mit Luft- und Sonnenbad im Kurpark planerisch zu untersuchen. Auch eine Sanierung der Rohrkeller im Palais Thermal hat das Land für 2020 auf der Agenda. Diese könne bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Beeinträchtigungen des Betriebs durch die Sanierungsarbeiten schließt die Sprecherin jedoch nicht aus.

Momentan ist an der Fassade des Palais Thermal ein Gerüst gestellt, um die Fenster restauratorisch zu überarbeiten. Die Maßnahme wird im Zuge der jährlichen Revisionsarbeiten durchgeführt. Weitere Arbeiten sind im Inneren des Badetempels geplant. Dafür muss das Palais Thermal in diesem Jahr vom 24. bis 28. Juni komplett geschlossen werden. Vom 29. Juni bis 5. Juli ist mit Einschränkungen zu rechnen.